Sonntag, 17. Januar 2016

Notizbuchselbstgespräche

Es ist Mitte Januar, diese komische Übergangszeit zwischen "Oh Weihnachten! Oh Silvester! Oh frohes Neues!" und "Oh Frühling! Good Vibes! Kommt, wir tragen Boho-Klamotten und hören The Kooks!". Es ist mittendrin, und irgendwie weiß man nicht, was man mit sich anfangen soll. Ich und mein Umfeld haben in diesem Aspekt aber garnicht wirklich die Wahl. Fast jeden Tag sitze ich gebannt am Schreibtisch und versuche mir möglichst viele Informationen in den "Gehirn" genannten Fleischklops in meinem Schädel zu flößen. Dann kommt der Tag der Klausur (oder des Referats, davon gibt es nämlich auch viele) und ich schreibe mit kaum leserlicher Schrift alles nieder, was mein Fleischklops reproduzieren kann. Danach fühle ich mich viel zu ausgelaugt für alles und rede mir ein, dass "ich diese Pause mal verdient habe" - also American Horror Story bingewatching. Mit Snacks. Aw yes. Aber meistens komme ich auch dazu garnicht, weil meistens schon gleich die nächste Leistungsabfrage folgt. Unnötig zu erwähnen, dass Bloggen mir zur Zeit auch nicht so leicht fällt. Tage, an denen mir Worte aus den Zellen sprudeln (wie wohl apparently heute) sind seltener geworden. Hat aber nichts mit Spaß am Schreiben selbst zutun, sondern vielmehr damit, dass mein Gehirn ziemlich ausgelastet ist. Als ich aber gerade durch den Blog von Michael Buchinger stöberte und seine geniale Wortgewandheit huldigte und bei seinen Witzen alleine in meinem Zimmer laut auflachte (oh ja, ich bin einer dieser Personen), suchte mich dieses gemeine, sich langsam heranschleichende Gefühl, meine Gedanken loswerden zu wollen...heim (der Satz war zu lang für meine Denkvorgänge) und ich beschloss kurzerhand, diesen Blogpost zu schreiben. Stellt euch mich auf einem Haufen Lacken und Klamotten liegend, unter dem sich ein Bett versteckt, halb schlafend vor, das Handy in der Hand, Michis Blog lesend. Ich fühlte mich nicht im Stande, den PC einzuschalten. Dazu war ich zu faul. Deshalb habe ich mir ein Notizbuch geschnappt und schreibe gerade hier rein. Ziemlich oldschool. Morgen (hoffe ich zumindest) werde ich das ganze dann wohl abtippen. Also ja, ich habe mir eigentlich mehr Arbeit gemacht und die ganze Aktion war ziemlich unlogsich. Fleischklops fand die Idee aber interessant und bequem. Mal "was anderes". Ich glaube, mein Klops ist die Gwyneth Paltrow der Gehirne (okay, hier merkt man ganz klar den Michi-Einfluss und ich entschuldige mich für diesen komischen Vergleich). Da ich merke, dass sich eine Erkältung anbahnt (auch das ist ein Nebeneffekt dieser komischen Jahreszeit), werde ich jetzt wohl schlafen. Und ich bin froh, dass ich diesen Post geschrieben habe, bevor ich morgen in melancholische Tiefs verfalle, weil ich an die Zeit zurückdenke, in der ich frei atmen konnte, ohne Grunzgeräusche von mir zu geben. Denn dann wäre ich mehr denn je handlungsunfähig.
via tumblr


17. Januar 2016, 17:52 Uhr

Ich war die letzten Tage tatsächlich stark erkältet und bin fast konstant auf der Couch gelegen, eingepackt wie ein Burrito. Ich habe den Post natürlich nicht gleich am nächsten Tag abgetippt, pff, was denkt ihr denn von mir. Dazu prokrastiniere ich viel zu gerne und zu professionell. Heute geht es mir ein ganzkleinesbisschen besser, und das wollte ich gleich ausnutzen, um diesen Post endlich online zu stellen. Ich habe jetzt schon wieder einen Monat lang nicht gebloggt. Wir haben schon 2016. Und ich habe noch nicht frohes neues Jahr gesagt. Frohes neues Jahr. Hoffentlich ein Jahr, in dem ich öfter zum Bloggen komme. Ich mache euch und mir aber wohl lieber keine Hoffnungen, meine zeitliche Situation habe ich euch ja schon dargestellt, und überhaupt. Ich weiß aber, dass ich 2016 auf ein paar richtig gute Konzerte gehen werde, und darüber wird es hoffentlich Posts geben. Und hoffentlich viel mehr Posts wie diesen hier, in denen ich einfach so schreibe. Back to the roots, oder? Bis hoffentlich ganz bald.