Mittwoch, 23. März 2016

Zähne zusammenbeißen

Hello, it's me. I was wondering if you all have vielleicht bemerkt das ich schon wieder eine ganze Zeit lang nicht gebloggt habe. Ihr wisst ja, wieso. Ich brauche mich nicht zu wiederholen. Nun ist es aber so, dass ich Ferien habe, und das müsste ja eigentlich bedeuten, dass ich garnicht weiß, was ich mit meiner ganzen Freizeit anfangen soll, oder? Falsch. Bis zum Ende dieser Woche muss ich ein Exposé für meine Seminararbeit schreiben, das benotet wird (Ein paar random Wörter damit ihr wisst wo sich mein Thema bewegt: Dystopie/Stephen King/ Horror). Da ich ja leider gerne hoffnungslos prokrastiniere, hat mein Arbeitsprozess eigentlich erst heute richtig angefangen. Ich habe meine vorläufige Inhaltsangabe zu ungefähr einem Drittel. L-l-läuft bei mir! In den nächsten Tagen werde ich vielleicht mal ganz wichtig in der Bücherei herumschwirren und mich in ganz wichtige Bücher von ganz wichtigen Menschen hineinlesen, die ich dann zitieren kann. Denn wie meine Seminarleiterin es formuliert hat: "Ohne Titel hast du nichts zu sagen. Alles was du sagst, muss von Menschen mit Titel, die was zu sagen haben, bestätigt werden." So oder so ähnlich hatte sie das, natürlich bewusst übertrieben, formuliert. Heißt für uns, wie für alle anderen, die eine wissenschaftliche Arbeit anfertigen müssen: Ganz viel komisch formulierte wissenschaftliche Sekundärliteratur suchen. So viel Schipass! Ich freue mich. Noch ein FUN Thema: Mir wurden heute die oberen Weisheitszähne gezogen. Und das war ein langer Prozess, weshalb ich jetzt ziemlich froh bin, dass die Dinger endlich hier auf dem Tisch liegen (Meine erste Reaktion: "Das sind ja ganz schöne Oschis!"). Ich hatte schon einmal, ich glaube ungefähr vor einem Monat, einen Termin.
Ich war natürlich ziemlich nervös. Als ich mit meiner Mutter in der Praxis ankam, wurde uns gesagt, dass mein Zahnarzt auf sein Knie gefallen ist. Und deswegen nicht arbeiten kann. Ich habe buchstäblich einen Freudentanz aufgeführt, was die nette Dame vom Empfang natürlich amüsiert hat. Heute also der zweite Anlauf! Diesmal war es sicher, wir hatten davor nochmal in der Praxis angerufen. Ich war noch nervöser, habe genussvoll auf meinem Frühstück herumgekaut, wohlwissend, dass ich die nächsten Stunden wohl nichts mehr sehr nahrhaftes essen würde, bis meine Mutter mich dann zur Praxis fuhr. Ich war im Auto super leise, meine Mutter lächelte mich immer wieder nervös an. Irgendwann kam im Radio einer der vielen Justin Bieber Songs, bei denen heute wohl jeder mitsingen kann, ob Fan oder nicht (nein, ich bin eigentlich kein Fan). Ich war so panisch, dass ich laut mitgröhlte, und meine Mutter hatte einen Blick aufgesetzt, der vermuten ließ, dass sie plante, mich zu enterben. Irgendwann waren wir aber nun angekommen, wir wurden ins Wartezimmer gebeten, und ich ging ungefähr achzig Mal auf die Toilette, so nervös war ich. Auf dem Weg zum WC schaute ich immer wieder sehnsüchtig auf die Eingangstür und überlegte, was passieren würde, wenn ich ganz ganz schnell weglaufen würde, bis nach Amsterdam trampen und dort als Straßenmusikerin mit Justin Bieber Songs mein Leben finanzieren würde. Habe ich letztenendes nicht gemacht. Nach einer Stunde (!) Wartezeit (wir waren not amused und kurz davor zu gehen) kam ich endlich dran, setzte mein nervöses Pokerface auf und gab mich ganz der riesigen Betäubungsspritze hin. Danach musste ich erstmal wieder kurz warten, und als eine Zahnarzthelferin mein Pokerface erblickte sagte sie: "Ohh das ist aber schade das du so traurig schaust!" Mir brannte eine sarkastische Antwort auf der Zunge, aber ich war wirklich nicht in der Position, um unsere Beziehung zu gefährden; sie fummelte später schließlich in meinem Mund herum. Irgendwann kam dann der Arzt zurück, mein Kopf wurde gepackt und die Zange um meinen Zahn platziert. Ich bekam einen Lachanfall. Ich lachte, während er meinen Kopf packte, und ich lachte, während der zog, Die Helferinnen sowie mein Arzt lachten mit. Es machte PLOPP und die Oschis waren draußen. Sie wurden mir in einem Plastikbeutel in die Hand gedrückt, ich bekam Schmerzmittel verschrieben (das ich bis jetzt noch nicht gebraucht habe) und das wars. Zuhause aß ich dann erstmal Eis, als vollwertiges Mittagessen (Glück im Unglück). Später gabs dann noch einen Smoothie. Meine Mutter staunt immer wieder über diese "rieesigen Löcher" in meinem Mund und ich fühle mich wie ein Backenhörnchen (UPDATE: Ich habe mir gerade aus lauter Hunger eine Breze geschnappt und esse sie nebenbei. Es geht eigentlich. Ich esse wie ein intelligenter Hase). Wisst ihr, was mein Arzt erwähnt hat? Meine unteren Weisheitszähne müssen wohl auch noch raus. Ich freu mich drauf.

Kommentare:

  1. Dass du einen Lachanfall während der Prozedur bekommen hast, stelle ich mir echt witzig vor, vor allen Dingen, da so etwas ja eigentlich nicht so angenehm ist. :D
    Ich hoffe, dass bei deinen unteren Weisheitszähnen es ähnlich gut verlaufen wird und du das Eis genießen kannst. :D
    Alles Liebe, Anna Lea <3
    http://growingcircles.blogspot.de

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  2. Oh Mann, deine Panik kann ich absolut verstehen. Vor so was hab ich auch unheimlich Angst. Kann den Text gar nicht lesen, ohne nervös zu werden... ^^
    Aber gut, dass du nicht mal die Schmerzmittel gebraucht hast. Ich hoffe das blieb so?

    Wobei sich deine Seminararbeit interessant anhört. Ich mag King ja sehr gern.

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  3. Diese Beschreibung einfach mal :DD Bei mir wurden alle vier Zähne auf einmal gezogen -mit lokaler Betäubung, ich hab währenddessen Musik gehört und musste nur aufpassen, dass ich nicht im Takt mitwippe oder so und der Arzt mir deswegen die falschen Zähne zieht.
    Und Eis passt immer!

    Liebe Grüße,
    Malika

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  4. Die Weisheitszähne habe ich auch schon durch und es war KEIN Vergnügen, absolut nicht!

    -Kati

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  5. oh yeah meine weißheitszähne kommen nächsten monat raus. vorfreude. nicht :D

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