Donnerstag, 18. August 2016

Eine Hommage an die Freundschaft

Heute mal gute vibes. Heute mal ganz viel Liebe und Lob und andere positive L-Wörter, die diese Alliteration fortführen könnten. Ich möchte diesen Post Freundschaften widmen. Großen, kleinen, engen, flüchtigen Freundschaften. Freundschaften können dich so viel lehren, sie können dir helfen, durchzuhalten, sie können dir unglaublich viel Glück schenken. Natürlich ändern sich Freundeskreise, aber selbst wenn eine Freundschaft zerbricht: Die schönen Erinnerungen bleiben. Zum Glück. Ich habe sehr enge Freundschaften. Meine besten Freunde kenne ich über 10 Jahre, was wohl nicht selbstverständlich ist, gerade in meinem Alter, und nach all den Veränderungen, die wir durchgemacht haben. Aber ich habe auch sehr gute Freunde, die ich noch nicht sehr lange kenne, die mir aber jetzt schon unglaublich ans Herz gewachsen sind. Zusammen weinen können, zusammen lachen, bis alles weh tut - so abgedroschen das auch klingen mag, es ist unbezahlbar. Sich nicht verstellen zu müssen, sich einfach komplett öffnen zu können, Gedanken zu teilen. Das ist selten und deswegen umso kostbarer. Ich weiß, ich zähle gerade einfach nur nur sehr abstrakte Assoziationen auf, mache ich ja öfter in meinen Posts, haha. Aber ich habe auch sehr viel konkretere Assoziationen, wenn ihr wollt. Wenn du mit deinen Freunden 6487284 Nachrichten im Gruppenchat schreibst, weil ihr ein ganz wichtiges Thema diskutieren müsst, und dein Handy durchgehend vibriert, aber es macht dir nichts aus, weil jede einzelne Nachricht wichtig ist. Wenn du in einem Auto mit deinen Freunden fährst und die Musik aufgedreht wird und ihr lauthals mitsingt. Wenn deine Freunde deine größten Fans sind und dich in allem unterstützen, was du tust (und du umgekehrt begeistert von allem bist, was sie tun). Wenn du dich kaputt fühlst und dich Freunde mit einer festen Umarmung wieder zusammenfügen können. Wenn du nachts nach einer Party/ bei einer Übernachtung/ etc. die tiefsinnigsten Gespräche über den Sinn des Lebens mit deinen Freunden führst (auch verknüpfbar mit den schon erwähnten Autofahrten). Wenn man den ganzen Tag einfach nur nebeneinander liegen und nichts tun kann, und es trotzdem besser ist, als allein nichts zu tun. Wenn man 4648947 Screenshots und Outfitfotos auf seinem Handy hat, weil alles mit den Freunden geteilt werden muss. Das gleiche gilt für Sprachnachrichten, die schon mal 5 Minuten lang werden können. Telefonate können dagegen auch 5 Stunden lang werden. Ja, ich könnte ewig so weitermachen, und euch würden wahrscheinlich auch tausende Dinge einfallen, wenn ihr so darüber nachdenkt. Manchmal vergessen wir, wie wichtig und wie toll und schön richtige Freundschaften sind, weil man sich viel zu oft allein fühlt und vergisst, dass da Menschen sind, denen du wichtig bist, und die dich verstehen. Meldet euch mal wieder bei alten Freunden. Pflegt eure Freundschaften. Schreibt, telefoniert, trefft euch - bleibt im Kontakt (auch ein kleiner Appell an mich selbst). Nichts ist wertvoller, als diese handvoll wichtiger Menschen, die dein Leben so viel schöner machen können.
(Ich wollte jetzt eine Collage von Fotos mit meinen Freunden hinzufügen, aber ich dachte, dass das wohl nicht alle möchten. Außerdem konnte ich mich nicht entscheiden, welche Fotos ich auswählen soll haha.)

Donnerstag, 4. August 2016

Orte*Hallo Berlin

Für mich war es das erste Mal. Das erste Mal allein in einer fremden Stadt. Okay, so ganz allein war ich nicht; meine beste Freundin begleitete mich nach Berlin. Wir hatten dort die Aussicht auf eine eigene Wohnung, was natürlich zusätzliche Unabhängigkeit, aber auch Verantwortung bedeutete. Die Reise ging spät abends los; wir fuhren mit einem Reisebus nach Berlin. Schon die Hinreise war sehr spannend, aber natürlich auch anstrengend. Ich schlief nicht. Wir schauten Filme auf unseren Smartphones, tauschten Insiderwitze aus und mussten uns stark zusammenreißen, um die schlafenden Menschen im Bus nicht durch unser Lachen aufzuwecken. Natürlich fielen uns beiden immer wieder die Augen zu, aber mehr als ein paar Minuten dösen war nicht drin. Wenn ich mich richtig erinnere, ist meine Freundin sogar einmal eingeschlafen, während ich Musik gehört habe und melancholisch aus dem Fenster gesehen habe (wer macht das nicht). Es war dann aber schon früh morgens, und man konnte zwischen der regen Bepflanzung entlang der Autobahn den Sonnenaufgang erkennen. Wir würden bald ankommen. Die Vorfreude stieg natürlich immer mehr. Irgendwann kamen wir dann auch wirklich am Bahnhof Zoo an (jaja, ich habe das gleiche gedacht) und wir machten uns mit unseren Koffern auf die lange Reise zu unserer Wohnung in Schöneberg. Zum Glück kannte sich meine Freundin schon ein bisschen in Berlin aus. Vorallem die U- und S-Bahn-Verbindungen blieben mir auch bis zum Ende unserer Zeit dort ein Rätsel. Wir schleppten unsere Koffer also gefühlte 78382 Treppen hoch, stiegen in die Bahn und schliefen fast ein, schleppten uns dann zur nächsten Station, mussten wieder Treppen steigen - bis wir irgendwann schließlich an der finalen Station angekommen waren und uns in die Wohnung begeben konnten - wo wir natürlich erstmal ein paar Stunden geschlafen haben. Nachdem wir aufgewacht waren und uns minimal frischer fühlten, besuchten wir dann das legendäre (oder auch nicht so legendäre) Berlin Dungeon.










































Für einen Horror-Fan wie mich war dieser Besuch eher ernüchternd, ich hatte mehr Grusel erwartet. Was nicht heißen soll, dass es schlecht war. Es war aber eher lustig (zumindest für mich), als dass ich mich wirklich gefürchtet hätte. Wir schlenderten daraufhin einfach noch ein bisschen in der Stadt herum, machten tausende Fotos vom Fernsehturm, eben typisch Touri, you know the drill. Auch die nächsten Tage litten wir noch an Schlafmangel (was nicht zuletzt daran lag, dass wir uns abends einfach nicht zum schlafen durchringen konnten, weil uns Lachanfälle + Marvelfilme + schlechte Liebesfilme davon abhielten - was aber nicht heißen soll, dass unsere Körper nicht danach verlangten), doch wir bewegten uns trotzdem quer durch die ganze Stadt, besuchten natürlich die Mauer, das Brandenburger Tor, diverse Einkaufsstraßen, den Mauerparkflohmarkt (der mich schwer beeindruckt hat. Ich habe es dort geliebt. Leider war es viel zu heiß, um die Atmosphäre richtig genießen zu können oder die Platten durchzuschauen *cry* oder überhaupt irgendwas in Ruhe durchzuschauen), machten sogar eine Touri-Bustour, und am Abend gab es dann gesundes Essen wie Falafeldöner, Pizza vom Araber um die Ecke und selbstgekochte Pasta, ganz so wie es sich für healthy fitness gurls gehört. Abgeschlossen wurde das ganze dann meistens, indem wir uns auf den Balkon setzten, dort kühle Getränke genossen und uns schworen, auf jeden Fall wieder nach Berlin zu kommen. Vorallem am Abend unserer Abreise wurde ich ziemlich melancholisch, und ich denke meine Freundin auch. Ich war zuvor noch nie in Berlin gewesen, aber ich die Stadt hat mich in dieser kurzen Zeitspanne schon sehr beeindruckt. Als wir dann also abends unsere Koffer hektisch zusammengepackt hatten und ready to go waren (heute hab ichs aber mit Anglizismus...), kam auch schon unser Taxifahrer, der uns zum Bahnhof bringen sollte. Er fragte uns natürlich über die vergangene Zeit aus, nach der Stadt, aus der wir kommen. Er bot uns sogar an, mit uns auf den Reisebus zu warten, nachdem wir vorsichtig gefragt hatten, ob der Bahnhof Zoo nachts gefährlich für uns werden würde. Es lief aber natürlich alles reibungslos ab, wir kamen unbeschadet und unendlich müde wieder zu Hause an. Ach, Berlin. Ich muss schon sagen, du hast mich geflasht. Ich komme wieder! Flash mich nochmal (schlechter Ohrwurm, check! Gerngeschehen.)!