Montag, 21. Dezember 2015

angechoct*WYE

Ich bin der Meinung, dass man junge oder "kleine" Musiker unterstützen muss. Deswegen tue ich das heute auch! WYE hat sich seinen eigenes kleines Studio bei sich zu Hause aufgebaut, schreibt seine Songs selbst, singt selbst, spielt die Instrumente selbst - und rausgekommen ist seine erste eigene EP, "One Vision". Hier könnt ihr sie herunterladen. "One Vision" enthält die Songs "Island Of Joy", "Angel With Hidden Wings", "Let Her Fly", "Crack In The Class" und "Sky Is Way Above My Head", außerdem den Bonus Track "Jamie" in der Deluxe EP. Milder Acoustic Rock. Ganz schön mutig, das alles selbst zu managen! Ich habe ihm mal meine Fragen gestellt.

Auf was freust du dich heute?

Heute freue ich mich darauf, dass ein super Musiker in mein Studio kommt und wir gemeinsam an seinen Songs arbeiten. Abends werde ich dann noch auf eine Eisgala gehen, auf die ich mich auch schon sehr freue.

Wenn dein Leben ein Film wäre - was wäre der Soundtrack?

Das ist eine sehr gute aber schwierige Frage... ich würde sagen es wäre „Nothing Else Matters“ von Metallica. Der Song spiegelt meine Einstellung zum Leben ziemlich gut wieder und ist einfach mein unschlagbarer All-Time-Favourite.

(Ein) Musiker, den / die wenige kennen, den / die du aber liebst?


Tom Morello: The Nightwatchman. Er ist in Deutschland glaube ich sehr unbekannt aber ich finde seine Lieder (gerade die eher älteren) super! „smile“-Emoticon

Ein süßes Kinderfoto und die Geschichte dahinter?
Ich habe schon als Kleinkind immer auf Pfannenwenden Gitarre gespielt und auf Töpfen oder Deckeln rumgetrommelt. Die Musik liegt mir wohl im Blut! Ohne es zu wissen habe ich wohl mit Pfannenwendern und Drum-Kits aus Töpfen und Deckeln die Basis für mein heutiges Leben gelegt.
Gibt es etwas, für das du dich in deiner Vergangenheit schämst?
Eigentlich nicht nein. Ich bin der Ansicht, dass alles was ich erlebt/gemacht habe mich zu dem Menschen macht, der ich heute bin. Deswegen war eigentlich alles okay was passiert ist und ich schäme mich allgemein sowieso für kaum etwas.
Eine komische Eigenart, die man von dir nicht erwartet hätte?


Ich würde sagen an mir ist ziemlich komisch, dass ich extrem rhythmus-fixiert bin. Mich nervt es einfach, wenn irgendetwas aus dem Takt ist. Das geht so weit, dass es mich stört wenn die Brotschneidemaschine beim Bäcker nicht mit dem Takt des Songs im Radio übereinstimmt. Mit dieser Eigenart nerve ich andere sicherlich sehr oft!


Random - aber was isst du am liebsten?

Puh.. das ist schwer. Ich bin in der Hinsicht glaube ich ziemlich unumgänglich. Ich würde sagen am liebsten esse ich alles mit Hühnchen (z.B. Curry-Chicken). Auf ein Gericht kann ich mich nicht wirklich festlegen.

Angenommen, du hättest ein Kind - wie würde der wichtigste Ratschlag lauten, den du ihm geben könntest?

Halte immer an deinen Träumen fest, arbeite dafür und du kannst alles... wirklich alles erreichen was du willst.


Falls ihr mehr von WYE sehen und hören möchtet, gelangt ihr HIER auf seine Facebookpage.

Samstag, 12. Dezember 2015

Musik*Platten - Flohmarkt und Geschenke

- "Was machst du sonst so?" "Ich schreibe..." "Oh echt? Was schreibt du?" "Ich hab einen Blog" "Oh cool! Wie heißt er? Was bloggst du?" "Über alles Mögliche. Mein Leben, grob gesagt" "Ich schau gleich mal" "Oh aber wundere dich nicht, der letzte Post ist von Ende Oktober...ich bin zu nichts gekommen..."
- "Hahahaha dieser Tag war genial...das müsste ich...bloggen"
- "Oh man haha, da hast du wieder was zum Bloggen!" "Ähm...ja"
Bloggen ist zu kurz gekommen. Ich habe mich schon oft genug erklärt, die Schule hat nunmal Vorrang, und auch sonst ist einfach ziemlich viel los. Immer wieder sind meine Gedanken sehnsüchtig zum Bloggen gewandert, kaum eine Situation ist vergangen, in der ich mir nicht überlegt habe, wie ich sie in Worten auf meinem Blog ausdrücken könnte. Kurzum, ich habe es vermisst. Ich habe euch vermisst. Und ich hoffe, dass ich in nächster Zeit einfach mal wieder zum Schreiben komme.
Um jetzt nicht noch weiter an einem Text zu schreiben, der im Prinzip keinen Nutzen für euch hat, dachte ich, dass ich euch zum Einstieg mal wieder meine neu eingetrudelten Platten vorstellen konnte. Seit meinem letzten Plattenpost ist viel geschehen und meine Sammlung ist um ein paar Platten reicher geworden. Also, leggo!



Diese beiden Platten habe ich auf dem Flohmarkt gefunden. Ich habe fleißig gehandelt, die Platten auf Schäden kontrolliert, alles darauf bedacht, keinen Fehlkauf zu machen. Tja. Pech hatte ich trotzdem...
1. Dirty Dancing Original Soundtrack Ihr denkt jetzt vielleicht so "..whut", aber ja, diese Platte habe ich entdeckt, für witzig befunden und mitgenommen. Sie war auch ziemlich günstig. "The Time Of My Life", "Be My Baby" (The Ronettes), "She's Like The Wind" (Patrick Swayze), "Hungry Eyes" (Eric Carmen), "Stay" (Maurice Williams + The Zodiacs) und "Yes" (Merry Clayton) auf der A-Seite, "You Don't Own Me" (The Blow Monkeys), "Hey Baby" (Bruce Channel), "Oberload" (Zappacosta), "Love Is Strange" ( Mickey + Sylvia), "Where Are You Tonight" (Tom Johnston) und "In The Still Of The Night" (The Five Satins) auf der B-Seite.
2. Rasa - Oasis So, jetzt zur ultimativen Peinlichkeit. Ihr kennt bestimmt Oasis, jeder kennt Oasis. Ich natürlich auch, aber ich kenne sie nicht so gut, um ihre Alben zu kennen. So bin ich auf diese Platte gestoßen, habe Oasis gelesen und sie einfach mitgenommen. Doof nur, dass Oasis nie ein Album names "Rasa" rausgebracht hat. Doof nur, dass Rasa die Gruppe ist. Und das Album "Oasis" heißt. Ich habe eine Platte voller religiöser indischer Musik gekauft. Ihr könnt gerne lachen, das mache ich nämlich auch. Ich werde die Platte jetzt nicht weiter beschreiben, aber falls ihr mal reinhören wollt, könnt ihr das HIER tun.


The 1975 - The 1975 Spätestens als ich vor einem Jahr auf einem Konzert von the 1975 war, bin ich ein großer Fan geworden. Das Album war ein Geschenk von meinen Freundinnen zu meinem Geburtstag. Jedes Mal, wenn ich das Album anschaue, lächle ich, hehe. Das Album enthält zwei Vinyls, auf der A-Seite der ersten Vinyl sind "The 1975", "The City", "M.O.N.E.Y.", und "Chocolate", auf der B-Seite sind "Sex", "Talk!", "An Encounter" und "Heart Out". Auf der A-Seite der zweiten Vinyl sind "Settle Down", "Robbers", "Girls" und "12", auf der B-Seite "She Way Out", "Menswear", "Pressure" und "Is There Somebody Who Can Watch You". Im Februar 2016 bringen the 1975 ihr neues Album "I Like It When You Sleep For You Are So Beautiful Yet So Unware Of It" (was ein langer Titel...) raus, und die Tickets fürs Konzert sind natürlich schon gesichert, haha. Vorfreude!

Außerdem hat mir meine Nachbarin noch zwei Platten geschenkt, einmal von den "Viel-Harmonikern" (ihr kennt vielleicht "Ich wollt', ich wär' ein Huhn"...?) und eine Oper, "Carl Orff - Carmina Burana". Danke, haha!
Meine Sammlung ist also ein bisschen gewachsen...und die nächsten Platten stehen schon auf der Wunschliste. Welche das sind, erfahrt ihr, wenn ich sie habe!

Montag, 19. Oktober 2015

Allgemein...Halloween

Mitte des Monats, und ich habe gerade mal einen Post zum Thema Halloween veröffentlicht. Diesen einen Post gab es auch nur, weil ich ihn Wochen davor vorbereitet hatte, als ich die Idee und Zeit hatte. Und momentan fehlt es mir an beidem. Wie ich schon angekündigt habe, ist die 11. Klasse extrem stressig für mich, mein ganzer Alltag hat sich noch nicht wirklich eingependelt und ich weiß noch nicht so wirklich, wie ich meinen Blog zeittechnisch mit einbinden kann. Momentan ist choconistin (oder auch Vactum) eben einfach nicht meine höchste Priorität, und ich möchte euch nicht mit irgendwelchen lieblosen Posts abspeisen, einfach nur, damit ich irgendetwas gepostet habe. Ich hatte natürlich angekündigt, dass ich diesen Monat Posts zum Thema Halloween veröffentlichen werde, aber ich sollte vielleicht keine Versprechen machen, die ich nicht halten kann, vorallem, weil ich meine Posts noch nicht wirklich durchgeplant hatte und es nunmal nicht so viel gibt, was ich über Halloween schreiben könnte. Jedenfalls fällt mir gerade nicht sonderlich viel ein. Falls ihr irgendwelche Ideen habt, schreibt sie mir gerne in die Kommentare. Momentan habe ich nur eine Idee, und ich bin mir nicht wirklich sicher, ob sie gut ist. Werdet ihr wohl sehen, wenn der Post kommt. Oder eben nicht. Damit dieser Post jetzt nicht nur rein Update und Entschuldigung ist, dachte ich, dass ich vielleicht versuchen sollte, das Halloweenthema so gut wie möglich fortzuführen und einfach mal über alles Mögliche zu schreiben, das mir zu diesem Thema einfällt. Klingt gut? Klingt wie 50% meiner Texte, genau.
Ich hatte in einem meiner vorherigen Posts ja schon angedeutet, dass Halloween bei mir meistens garnicht so spektakulär ist, wie ich es mir vorstelle. Ich bin mit Horrorfilmen und Psychothrillern aufgewachsen (genau...wenn kein Star Wars lief, lief ein Horrorfilm...) und finde alles Gruselige total interessant. Halloween ist dann wohl so der Tag, wo man dieses Interesse total ausleben kann, ohne komisch angeschaut zu werden. Jedes Jahr aufs Neue schaue ich mir Videos an, in denen sich Menschen wunderbar mit ihren Schminkkünsten verunstalten und auf einmal Zombies sind oder ihre halbe Gesichtshälfte abgerissen wurde, jedes Jahr aufs Neue schwöre ich mir, mich auch so zu verunstalten. Nur doof, wenn es dazu keinen Anlass gibt. Einmal habe ich mir sogar die Arbeit gemacht (...das Ergebnis war eher schlecht als recht), habe sogar noch gruselige Musik herausgesucht, um potentielle Klingelkinder zu Tode zu erschrecken...aber irgendwie hat dann niemand geklingelt. Kann daran liegen, dass es nicht so viele Kinder in meiner Nachbarschaft gibt. Lag aber vielleicht auch an dem Warnplakat, dass ich angebracht hatte, auf dem stand, dass Menschen mit empfindlichen Herzen oder schreckhafte Kinder bitte nicht klingeln sollen. Ups. Deswegen hatte ich mich das Halloween darauf einfach völlig mit meinem Schicksal abgefunden und saß mit Schlafanzug und Süßigkeiten (die ich leider nicht selbst gesammelt, die aber auch niemand abgeholt hat) auf der Couch, um mir alle Saw-Filme hintereinander reinzuziehen. Der perfekte Abend, wenn es nicht Halloween gewesen wäre. Ich wünschte, es wäre an Halloween Tradition, andere zu erschrecken, so wie es Tradition ist. am 1. April andere reinzulegen. Mein perfektes Halloween wäre wahrscheinlich eine schlaflose Nacht in einem verfluchten Haus, in dem ich vor Horror heule und kreische und mich auf dem Boden hin und her wiege (und am nächsten Tag ist alles wieder gut). Ich stelle mich jetzt in mein dunkles Bad vor den Spiegel, sage dreimal Bloody Mary und drehe mich im Kreis. Auf Wiedersehen. Oder auch nicht.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Ein Italienaustausch - ein Bericht

Ja, ich habe mich mal wieder länger nicht gemeldet. Aber dafür gibt es Gründe. Wie ihr vielleicht wisst, war ich letzte Woche bei einem Italienaustausch dabei; es ging für mich und eine Gruppe von anderen netten Menschen, die mir in dieser Zeit sehr ans Herz gewachsen sind, in ein Gebiet in der Nähe des Gardasees - Trentino.
Bereits am ersten Abend nach der Ankunft erkundigte sich meine Austauschpartnerin, ob ich denn müde sei, und um nicht unhöflich zu wirken und weil ich ihre Pläne natürlich schon irgendwie vorausahnte, antwortete ich mit einem müden "ein bisschen".
Daraufhin wurde ich dann erstmal in eine Dorfdisco geschleppt, zu der angeblich "alle deutschen Freunde" kommen würden, und es war wohl die einzige Party im ganzen Gebiet, weshalb es drinnen auch schnell zu voll wurde (ich habe genau einmal getanzt, zu Mainstreammukke, die den Vorteil hat, dass man laut mitgröhlen kann, aber dann wurde ich von irgendwelchen Personen unsanft weggekickboxttanzt). Deshalb haben wir den Großteil des restlichen Abends draußen verbracht, wo wir uns unterhalten und zusammen gelacht haben ('wir' sind im diesen Fall die Italiener und auch ein paar Deutsche, die tatsächlich gekommen waren.) Am nächsten Tag ging es dann zum scheinbar legendären Gardaland - alle Deutschen waren total begeistert und jauchzten förmlich vor Freude - ich hatte noch nie von Gardaland gehört, ließ mich aber einfach mal von der Euphorie anstecken. Ich hatte auch meinen Spaß und habe mich unter anderem auch zu einem Freefall Tower durchringen können, und ganz ehrlich, das hätte ich noch 80 weitere Male durchmachen können - das war richtig genial. Ab Montag begann dann das reguläre Programm, das durch die italienische Schule organisiert wurde, und neben diversen Museumsbesuchen (wens interessiert: Das Ötzimuseum, das MUSE,...etc.) machten wir auch einige Städtetrips, zum Beispiel nach Verona. Verona ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben, generell, weil Verona eine wunderschöne Stadt ist, die ich unbedingt nochmal besuchen will, und auch, weil dieser Tag irgendwie etwas ganz besonderes war. Ziemlich toll war, dass wir genügend Freizeit hatten, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, und meine Freundin und ich sind durch die Straßen geschlendert, fest davon überzeugt, dass wir, wie alle anderen, natürlich wie anständige Mädchen shoppen gehen würden (wir haben auch einen Laden betreten, der uns gefallen hat. Betreten, und dann wieder verlassen), doch dann sind wir an einem ganz bestimmten Shop vorbeigekommen - Der Disney Store. Wir sind also zu Kleinkindern mutiert, haben uns in diesen Laden begeben und haben manisch die verschiedenen Themenregale durchgeklappert, doch ein Thema hatte es mir ganz besonders angetan - Star Wars. Ich war überwältigt von den tollen Kostümen und Tassen und Kuscheltieren und Laserschwertern (beinahe...!)...und am Ende sind dann ein Chewbacca- Kuscheltier, eine riesige Darth Vader Tasse und ein Marvel - Thermosbecher, auf dem alle Marvel-Superhelden abgebildet waren (das war eine Aktion, ok) in meiner riesigen Star Wars Tüte gelandet (ich muss dazu erklären - ich bin dank meinem Papa, danke Papa, mit Marvel und Star Wars und auch Herr der Ringe, obwohl Herr der Ringe ehrlich gesagt nicht so mein Ding ist, aufgewachsen, und ich verbinde einfach meine Kindheit damit). Ich war direkt danach erstmal kurz vorm Heulen, aber das legte sich schnell wieder, weil ich einfach zu glücklich über meine Ausbeute war. Und weil sich meine Freundin einen riesigen Dumbo gekauft hat. Alle mitreisenden deutschen Mädels hatten dann also ihre vollen Shoppingtüten, und wir kamen mit unseren Disneytüten an. Es war toll. Ich bereue nichts. #italiensquad


Als Abschluss möchte ich euch noch kurz darüber informieren, dass bei mir nun die 11. Klasse begonnen hat, und ich schulisch zur Zeit ziemlich im Stress bin. Ich werde trotzdem versuchen, so viele Posts wie möglich zu verfassen, diesen Monat natürlich zum Thema Halloween.


Montag, 14. September 2015

Orte*Café Schnurrke,Köln

Bevor ich mit meiner Familie nach Köln gefahren bin, haben wir uns natürlich auch ein bisschen nach Besonderheiten im Internet umgeschaut. Wir sind dabei auf das Café Schnurrke gestoßen, das damit warb, dass im Café Katzen frei herumliefen, mit denen man knuddeln und spielen könnte. Für uns als absolute Tierfreunde war es ziemlich klar, dass wir dem Café mal einen Besuch abstatten werden.

"Das Konzept: ein gemütliches Lokal, nette Katzen, dazu leckerer Kuchen und frische Tee- und Kaffeespezialitäten. Das Café Schnurrke ist der perfekte Ort, um sich zu Entspannen. Denn wie könnte man sich besser vom Stress des Alltags erholen, als mit einer schnurrenden Katze auf dem Schoß (...) Doch auch das leibliche Wohl kommt im Café Schnurrke nicht zu kurz. Es gibt kalte und warme Getränke, Kuchen, vegetarische und vegane Sandwiches, Frühstück, und andere Leckereien. Alle Speisen und Getränke werden in einem abgeschlossenen Bereich zubereitet, so dass keine Katzenhaare darin landen."


Foto: M. Yaprak, zu sehen Cafébesitzerin Sabrina.
Wir haben das kleine Café also gespannt betreten - und erstmal keine Katzen vorgefunden. Trotzdem strahlte es eine sehr gemütliche Atmosphäre aus, die Einrichtung war stilvoll und erinnerte ein bisschen an Berliner-WG-Einrichtung, aber sie war durch verschiedene katzenthematische Elemente ziemlich passend. Die Katzen haben einen Ruheraum, in den sie sich zurückziehen können, falls ihnen der ganze Rummel mal zu viel wird, deshalb haben wir dann auch nur eine Katze entdeckt, die oben auf den "Kletterregalen" für die Katzen schlief. Sehr süßer Anblick! Der Kuchen war superlecker (die Bionade sowieso) und wir haben uns pudelwohl gefühlt. Auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn man Katzen und/oder leckeren Kuchen und eine gemütliche Caféatmosphäre liebt!

Café Schnurrke
Ritterstraße 27
50668 Köln
0221 84617980
Öffnungszeiten: Di. - So. 11-19 Uhr; Montag Ruhetag


Foto: M. Yaprak
(Endlich mal ein eigenes Foto)


Sonntag, 6. September 2015

#BloggerFuerFluechtlinge

Hier kommt mein versprochener Post. Der Post, in welchem ich mich zur aktuellen Flüchtlingssituation äußern möchte. Wie ihr vielleicht wisst, hat mein Vater türkische Wurzeln und meine Mutter ist Deutsche. Ich bin also irgendwie multikulturell aufgewachsen und Toleranz und Offenheit wurden mir von Anfang an eingetrichtert. Ich liebe es, mehr über fremde Kulturen zu erfahren, und kann überhauptkeinbisschen nachvollziehen, wenn jemand sich partout dagegen wehrt. So ist mir Rassismus schon immer absurd vorgekommen. Natürlich ist es irgendwie normal, dass man gewisse Vorurteile hat, vor diesen ganzen Einflüssen kann man sich garnicht schützen - aber ist es denn nicht irgendwie logisch, dass man abwägt, ob diese eigenen Vorstellungen vielleicht nicht generell gültig bzw. überhaupt reell anzutreffen sind? Um es ganz platt auszudrücken - es gibt überall dumme Menschen. Arschlöcher. Unanständige Menschen. Verbrecher. Et cetera. Eine kleine Gruppe, in einer großen Masse.
Fremdenhass gibt es schon immer, und es wird ihn wohl auch immer geben. Das Fremde, das Unbekannte, kann man nicht einschätzen, dann bekommt man noch von anderen irgendetwas erzählt - Vorurteile entstehen - und man errichtet sich seine persönliche Blockade. Doch vorallem in diesem Jahr war der Hass sehr groß - man erinnere sich an Pegida, Charlie Hebdo (dazu habe ich übrigens auch einen Post verfasst, lest ihn hier) - und jetzt eben die hitzige Asylbewerberdebatte.
Die Deutschen sind wütend. Die Asylpolitik, die aktuell betrieben wird, stimmt hinten und vorne nicht. Das ist berechtigte Wut, das verstehe ich und kann es auch nachvollziehen. Aber was ich nicht nachvollziehen kann sind die rassistsischen Äußerungen, die Pöbeleien, die Brandstiftungen, die hasserfüllten Kommentare auf Social Media, die Gewalt und all die Ungerechtigkeiten, die sich gegen die Asylbewerber richten, und nicht gegen das System, das kritisiert wird! Welche Logik erlaubt es, den Flüchtlingen, die sich, ob aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen, auf eine schwere, lange Reise gemacht haben, ihre gesamte Existenz und ihre Heimat hinter sich gelassen bzw. verloren haben, die teils schwer traumatisiert sind und monatelang mit konstanter Angst lebten, jetzt noch zusätzlich das Leben schwer zu machen?

Ja, es gibt auch Negativschlagzeilen, in denen Flüchtlinge die Rolle der Verbrecher spielen. Ich möchte jetzt auch garnicht anfangen, diese Taten zu erklären oder gar zu rechtfertigen - denn sie sind und bleiben Verbrechen. Aber, wir erinnern uns - diese Menschen, die sich "Sonderrechte herausnehmen", die Unanständigen, die Dummen - die findet man überall als kleines Grüppchen. Man kann nicht generalisieren und alle verurteilen. Dieser aufkommende Hass gegen die Asylsuchenden wird nun natürlich auch von Anhängern rechtsextremistischer Gruppen genutzt, um Aufstände zu organisieren, die sich nicht mehr nur allein gegen das System richten, und um Gewalttaten zu provozieren bzw. zu fördern. Aber wenn man das weiß, sollte man sich eben nicht mobilisieren lassen. Es gibt genügend Leute, die bei diesen hasserfüllten Demos mitlaufen und bei Nachfrage antworten, dass sie nur neugierig wären. Natürlich sind das wieder nur Gruppen. Und ich bin unendlich froh, dass es Deutsche gibt, die unterscheiden können und sich das nicht gefallen lassen. Die den Flüchtlingen helfen, sie herzlich willkommen heißen, spenden oder persönlich durch ehrenamtliche Arbeit helfen und versuchen, den Menschen ihre Ankunft in Deutschland so schön wie möglich zu machen. Ich konnte mit meinen Freundinnen auch in einem Zeltlager helfen und meine Einblicke dort haben mich nur noch mehr motiviert, mich für eine richtige Behandlung von Flüchtlingen einzusetzen. Wenn ihr auch helfen möchtet, habe ich hier einige Vorschläge und Links für euch:


- Falls ihr auch Blogger oder Vlogger seid, könnt ihr wie ich einen Post schreiben und auf die Problematik aufmerksam machen - auf Social Media könnt ihr den Hashtag #BloggerFuerFluechtlinge benutzen. http://www.blogger-fuer-fluechtlinge.de/
- Hilf mit, den Song "Schrei nach Liebe" von den Ärzten wieder in die Charts und ins Radio zu bringen! Der Erlös wird an "Pro Asyl" gespendet. http://www.aktion-arschloch.de/
- Natürlich könnt ihr auch einfach so spenden. Ob Kleidung etc. an lokale Flüchtlingsheime oder Geld an Hilfsorganisationen. Informiert euch einfach im WWW. Dasselbe bietet sich natürlich auch an, wenn ich persönlich helfen möchtet.
Hier noch ein paar interessante Artikel, Videos etc.:
https://www.youtube.com/watch?v=BkgLnIE2Nwk
https://www.youtube.com/watch?v=WrYnv0-DibU
https://www.youtube.com/watch?v=qCPCGmuwDA4
http://traumtaenzerei.blogspot.de/2015/08/besorgte-burger.html
http://www.vice.com/de/read/spontane-fluchthilfe-nickelsdorf-wien-weiter-506

Auf dem Foto: Diese Rosen mit Botschaft haben Flüchtlinge in unserer Innenstadt verteilt. Es war ihre Idee, die sie mit Helfern verwirklicht haben.

Dienstag, 1. September 2015

Enden sind gut

Heute ist der 1. September. Es ist schon krass, wie schnell die Zeit vergeht. Bald fängt die Schule wieder an (und damit die 11. Klasse, und damit die Punkte, und damit der Stress, aber ich freue mich trotzdem irgendwie auf diese Zeit), dann bin ich eine Woche in Italien für einen Austausch, und wenn ich wieder komme, habe ich schon Geburtstag und werde 17. Außer, dass ich ab 17 Autofahren darf, ist 17 ziemlich unspektakulär. Es ist so ein zwischendrin. 16 ist irgendwie besonders, und 18 sowieso. Aber 17? Naja. 15 ist genauso komisch. Aber ich freue mich natürlich trotzdem auf meinen Geburtstag. Ende September heißt - Anfang Oktober - heißt Ende Oktober - heißt Halloween! Well, that escalated quickly. Ich freue mich jedes Jahr auf Halloween, weil ich ein absoluter Horrorfan bin, aber eigentlich passiert meistens garnicht so viel. Meistens sitze ich auf der Couch und schaue 5 Horrorfilme hintereinander oder so. Und am Tag vor Halloween ist jedes Jahr eine schon "legendäre" Schulparty. So legendär, wie Schulpartys eben sein können. Das wars schon. Aber damit bin ich ziemlich zufrieden.

Ich plane auch, euch den Oktober über bis Halloween mit Posts zum Thema zu versorgen. Bekomme ich ein HURRAY? Danke. Aber bevor wir zu weit in die Zukunft blicken, freue ich mich auch einfach auf Ende der Woche. Denn ich werde mit meiner Freundin auf ein kleines Festival in unserer Stadt gehen, und es kommen unter anderem Bilderbuch - eine Band, die nicht den Geschmack von jedem trifft, die ich aber irgendwie genial finde. Ich freue mich darauf!Oh, was mir gerade einfällt - ich habe den Bundesvision Songcontest angeschaut. Wie immer, mit eher niedrigen Erwartungen. Außer Lary, die ich eben kannte und mochte, konnte mich nur noch eine Band überzeugen (aber das wahrscheinlich nur wegen dem Lied) - DONOTS. Wenn ihr den BVSC auch angeschaut habt, erinnert ihr euch vielleicht an das Lied. Die Stimme gefällt mir zwar nicht so sehr, aber der Text trifft einfach genau den Puls der Zeit, in der wir uns gerade befinden. Die ganze Flüchtlingssituation, oder vielmehr wie manche darauf reagieren, nimmt mich zur Zeit ziemlich mit, und ich plane auch, einen Post über meine Gedanken zu diesem Thema zu verfassen. Ich habe mich bis jetzt ein bisschen zurückgehalten, weil das ja doch ein ziemlich heikles Thema für manche ist - aber wenn irgendwelche Idioten ihre "Meinung" mit Brandstiftung unterstreichen, darf ich wohl einen kritischen Blogspost verfassen.

Samstag, 22. August 2015

Orte*Kölle alaaf!

Wie schon in einem meiner letzten Posts angekündigt, habe ich ein paar Tage in Köln verbracht. Und Köln war für mich genau so, wie ich es mir vorgestellt habe: Die Menschen waren unglaublich nett und offen, es waren viele verschiedene Persönlichkeiten aus unterschiedlichsten Kulturen anzutreffen und - man kann gut shoppen. Was ich auch getan habe. Ich war auch - und jetzt hasst mich bitte nicht - im Primark. Ich habe davor noch nie einen Blick in einen Primark geworfen und werde es wohl auch nicht mehr tun - überall riecht es nach Plastik, die Leute sind hektisch, die Qualität ist schlecht. Mal ganz abgesehen von den vielen Kontroversen, die es um Primark gibt. Aber darum soll es in diesem Post nicht gehen. Wir hatten eigentlich nur einen Tag in Köln - am ersten Tag kamen wir erst, nach langer Fahrt, am späten Nachmittag an, und am letzten Tag sind wir gleich nach dem Frühstück losgefahren. Deswegen stand am zweiten Tag eine Stadtführung von einem Einheimischen, meinem Cousin, auf dem Programm. Unser Hotel war ziemlich nah am Dom und somit auch an der Stadtmitte, deswegen haben wir ein bisschen Kulturinteresse vorgegaukelt und haben uns (3 Minuten lang) den Dom, auch von innen, angesehen, und sind danach die verschiedenen Geschäfte, die uns interessiert haben, in der Stadtmitte abgeklappert. Der letzte Stop war Primark, und danach war mir irgendwie schlecht (wegen dem erwähnten Geruch) und wir haben in einem türkischen Restaurant eine Kleinigkeit gegessen. Okay..eine grooße Kleinigkeit. Ich hatte das Gefühl, danach nur noch rollen zu können. Aber für den Geschmack hat es sich gelohnt (wen es interessiert: Ich habe saç kavurma gegessen; das ist Lammfleisch, das mit Gemüse in einer türkischen Pfanne serviert wird). Wir sind dann also zur Kölner Seilbahn gerollt, die uns auf die andere Rheinseite gebracht hat. Dort sind wir durch den Rheinpark spaziert und dann über eine Brücke (hat sie einen Namen upps), an welcher Tausende von verliebten Pärchen ihre Liebe durch Vorhängeschlösser (und Fahrradschlösser...?) zur Schau stellen mussten wieder auf die Domseite gelangt.
Dieser Tag war eigentlich nur ein kurzer Einblick in das Leben in Köln - und genau deswegen will ich wiederkommen und vorallem auch die Seitenstraßen ein bisschen mehr erkunden (ich habe auch von einem Plattenladen gehört, aber dafür war leider keine Zeit mehr, nooo). Und wenn es soweit ist, seid ihr dabei!



Sonntag, 16. August 2015

Musik*Meine Leidensgeschichte zu neuen Platten

Bei "Der Blog & Ich" könnt ihr lesen, dass mich alte Dinge faszinieren. Vorallem auch ältere Musik gefällt mir sehr. Als mir meine Mutter dann ihren alten Plattenspieler überlassen hat, war das für mich der Startschuss, um Platten zu sammeln. Ich bin keine Expertin, und ich würde nie 80 Euro für eine Platte ausgeben, nur weil es ein "Liebhaberstück" ist - ich kaufe mir nur Platten, die meinem Musikgeschmack entsprechen, von Bands, Sängern, Gruppen, die ich mag. Einfach nur aus Gefallen an dem Klang einer Platte auf meinem Plattenspieler. Leider sind meiner Mutter viele ihrer Platten abhanden gekommen, und mein Vater hatte auch nur eine Platte für mich, von den Beatles."Paperbag Writer" auf der einen Seite und "Rain" auf der anderen Seite. Ich habe mich darüber gefreut, aber für viele Monate hatte ich einfach keine anderen Platten, die ich hören konnte. Viele Künstler veröffentlichen ihre Musik ja heute auch noch als Vinyls - aber irgendwie ist das nicht das, was ich will. Ich möchte alte, benutze Platten finden, mit Geschichte. Und wenn ich mir eine neue Platte kaufe, muss sie mir schon richtig gut gefallen. Leider gibt es in meiner Stadt keinen Plattenladen - was mich ziemlich aufregt, aber ohne Nachfrage eröffnet ja auch niemand so einen Laden - und so war meine einzige Möglichkeit, zu Müller, MediaMarkt etc. zu gehen und mir neue Platten zu kaufen. Was ich nicht getan habe. Stattdessen habe ich abgewartet - und letzte Woche kam dann der lang ersehnte Moment (wie dramatisch). Ich war mit meiner Familie und Freunden in München (dazu auch ein Post...?) und wir sind durch irgendwelche Seitengassen gegangen, als ich "Docks's CD Börse" entdeckt habe. Neben CDs, DVDs und Blu-rays gab es dort auch - tadaa- Schallplatten. Ich hätte wahrscheinlich den halben Ladenbestand mitnehmen können, aber 1. hatte ich nicht so viel Geld dabei und 2. wollte ich die anderen nicht warten lassen. Deswegen sind es am Ende zwei Platten geworden, aber besser als nichts!


Sinead O'Connor - My Special Child "My Special Child" - die Single zur Kampagne "The Simple Truth", die sich für kurdische Flüchtlinge einsetzt, mit einer bisher noch nicht veröffentlichten Liveversion von "Nothing Compares 2 U" als B-Seite, ein Song, den Sinead für ihren verstorbenen 3-jährigen Sohn Jake geschrieben hat. Dieses Lied war der Grund, wieso die Platte unbedingt mit musste; im Video zu "Nothing Compares 2 U" weint Sinead vor der Kamera (und das ist keine Schauspielerei, Miley...) und der Song ist einfach so schön und traurig, das er auch mich zum Weinen bringen kann. Und ich bekomme Gänsehaut des Todes.
Eurythmics - Revenge "Missionary Man", "Thorn In My Side", "When Tomorrow Comes", "The Last Time" und "The Miracle Of Love" auf der A-Seite, "Let's Go!", "Take Your Pain Away", "A Little Of You", "In This Town" und "I Remember You" auf der B-Seite. Dank meiner Mutter bin ich mit Liedern von Eurythmics aufgewachsen und die Stimme von Annie Lennox weckt in mir schlicht und einfach Glücksgefühle.

Genauso wie ich keine Plattenexpertin bin, kann ich generell auch nicht behaupten, eine Musikexpertin zu sein. Aber ich mag Musik und höre viel Musik, und, abhängig von meiner Laune, auch viele verschiedene Genres. Deswegen werden ab und an Posts zum Thema Musik kommen; ob ich auf einem Konzert war oder wieder neue Platten eingetrudelt sind. Ich hoffe, das gefällt euch. Wenn ihr selbst Platten sammelt, lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr irgendwelche Websites kennt, die Platten verkaufen, und ob ihr sonst irgendwelche Tipps habt.

Donnerstag, 13. August 2015

Wurzeln und die Resonanz

So, back to the roots, Kinders. Heute gibt es mal wieder nur Geschreibe, denn damit will ich auf keinen Fall aufhören. Gefallen euch die Posts mit eher neueren Themen bisher? Ich denke, dass ich mir mit dieser kleinen Änderung einfach ein bisschen mehr Freiraum geschaffen habe, um mehr ich in diesen Blog einfließen zu lassen. Mehr Persönlichkeit, ya know (Anglizismen-Alarm heute uiuiui). Denn ich bin nunmal nicht nur die leicht zu viel denkende choconistin, die sich dann entweder mit ihren Texten über alles mögliche (und am meisten über sich selbst) lustig macht, oder ganz ernst ist und sich beklagt und kritisiert. Ich bin auch die Menschen, die ich interessant finde, die Orte, die ich besuche, die Musik die ich höre. Ich möchte euch auch visuell mehr bieten und meinen Posts Fotos hinzufügen, wenn es passt, denn ich fotografiere tatsächlich sehr gerne, zwar eher weniger professionell, aber eben gerne. Es freut mich vorallem, dass euch das Interview mit Elena gefallen hat, denn diese Idee hatte ich schon sehr lange, war mir aber noch nicht so sicher, wie das ablaufen würde. Ich glaube ich werde dem nächsten Interview auch ein paar ernstere Fragen hinzufügen, was irgendwie meiner ursprünglichen Idee widerspricht, jedem die gleichen Fragen zu stellen, aber wir sind ja noch am Anfang, oder? Außerdem hatte sich das in den Kommentaren "Zahnrad aus Fleisch" gewünscht. Und das habe ich jetzt nur erwähnt, weil ich den Namen so genial finde. So semi-aggressiv. Ich bin mir garnicht sicher, ob mich Zahnrad aus Fleisch nicht nur mit seinem Kommentar ärgern wollte. Aber nein, ich denke das war einfach nur konstruktive Kritik (oder? Oder?). Mein Reisebericht aus Österreich war dann auch mal wieder eher unkonventionell. Ich habe euch einfach genau das erzählt, was ich während des Trips gedacht und gefühlt habe. Ich glaube, das ist am ehrlichsten und witzigsten, und es hat euch anscheinend auch gefallen. Also freut euch auf weitere Berichte ähnlicher Art (z.B. aus Köln...da war ich nämlich die letzten drei Tage mhm mhm) Aber ich denke bisher habt ihr das insgesamt alles ganz positiv angemommen (oder hingenommen) und ich werde weitermachen und noch ein bisschen herumexperimentieren. So, kurze Erklärungen, kurze Resonanzenauswertung, kurzes Schreiben. Das wars dann diesmal schon. Tschus!

Freitag, 7. August 2015

Orte*Bergluft in Österreich

Ich habe gleich zu Anfang der Ferien ein paar Tage in Österreich verbracht, wo mein Onkel auf einer Berghütte seinen Geburtstag gefeiert hat. Es war eigentlich das erste Mal für mich, dass ich "Bergurlaub" gemacht habe. Meine Eltern und ich sind eher so Strand, Großstädte, flacher Boden und Entspanung. Es hat mir aber sehr gut gefallen - die Häuser waren irgendwie niedlich, das Essen war lecker und die Aussicht von oben war wirklich beeindruckend. Dieser kleine Ausflug hat mir auf irgendeine Weise bewusst gemacht, wie klein wir als Individuen eigentlich sind, wenn man da in Angesicht von riesigen Bergen steht - und dass ich wärmere Kleidung hätte mitnehmen sollen, ich war natürlich sofort erkältet. Dabei war es im Tal noch ziemlich warm - am ersten Abend konnte ich mit meiner Cousine im Jacuzzi den Sonnenuntergang bewundern (nachdem ich mir von meiner Tante einen Badeanzug geliehen hatte, weil ich zu Hause nicht wirklich einen Bikini bei Bergen im Kopf hatte). Aber als wir dann mit der Gondel oben ankamen, ging auf einmal ziemlicher Wind (was heißt auf einmal...ganz so unvorbereitet war ich nicht, das hatte ich schon irgendwie erwartet) und ich musste meine Windjacke rauskramen. Aber nach einigen Tees und einer riesigen Portion Käsespätzle ging es dann wieder, haha.
Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, nochmal Bergurlaub zu machen, für ein paar Tage, in völliger Einsamkeit...mit wärmerer Kleidung und Bikini, für alle Fälle. Zum Schluss wollte ich euch noch fragen, ob euch solche "Reiseberichte" überhaupt interessieren - ich mache es wie immer auf meine Weise und nicht überprofessionell, weil ich das langweilig fände, aber ich möchte euch einfach mitteilen, wie meine persönlichen Eindrücke waren. Nächste Woche fahre ich zum Beispiel für ein paar Tage nach Köln. Teilt mir das gerne irgendwie mit!







Sonntag, 2. August 2015

angechoct*Elena Peter

In meinem letzten Post konntet ihr vielleicht schon grob meine Pläne erahnen, und das hier ist der erste Post mit einem neueren Thema. Ich hatte schon lange überlegt, interessante Menschen zu interviewen, ob sie bekannt sind, oder nicht. Alle bekommen die gleichen Fragen gestellt, die ihr unten lesen könnt.
Als erstes habe ich Elena Peter angeschrieben. Elena ging auf meine Schule (sie hat dieses Jahr Abi gemacht, Glückwunsch Eli!). Wir haben uns kennengelernt, als wir beide im Büchereidienst mitgeholfen haben (ich werde jetzt nicht erläutern, was das genau ist, denn das wäre ungefähr so interessant wie Weißbrot), und sie war immer super nett zu mir. Als ich dann erfahren habe, dass sie modelt, und das auch ziemlich erfolgreich (Auf dem Laufsteg für Calvin Klein, Gucci, Prada, Fendi, Versace...) habe ich mich unglaublich für sie gefreut. Ich komme nicht aus der größten Stadt, deswegen war das für mich irgendwie unglaublich (obwohl, Heidi Klum kommt ja aus Bergisch Gladbach...auch nicht so das New York der deutschen Städte).
"Was mich wohl am meisten geprägt hat waren meine Familie und meine Freunde. Meine Familie hat mich schon immer überall unterstützt, egal was ich gemacht habe. Meine beste Freundin kenne ich schon seit ich drei Jahre alt war und mit meinem Freund bin ich mittlerweile auch schon 4 Jahre zusammen. Ich bin ganz normal zur Schule gegangen mit dem Ziel das Abitur zu machen, was ich letztendlich auch (endlich!) erreicht habe. Letztes Jahr war ich dann mit meinen Freunden in München beim Shoppen und wurde angesprochen, von meiner jetzigen Agentur in München, ob ich denn Interesse hätte zu modeln. Kurze Zeit später war ich dann auf meinem ersten Casting und im September bin ich nach New York geflogen. Dort habe ich 10 Tage für Calvin Klein gearbeitet und durfte dann die Show eröffnen. Das war wirklich ein unglaubliches Erlebnis! Von da aus bin ich nach Mailand und Paris und habe während der Abizeit noch ein paar Jobs gemacht, aber die Schule war schon genug! Und jetzt will ich weiter modeln und nochmal mein Glück versuchen."

Auf was freust du dich heute?
Heute werde ich mit dem Fahrrad losfahren, zusammen mit meinem Freund, und das schöne Wetter genießen - darauf freue ich mich und auf ein Eis, das wir dann noch essen könnten.

Wenn dein Leben ein Film wäre - was wäre der Soundtrack?
Der Soundtrack meines Lebens wäre wohl "Let it be" von den Beatles. Oft ist man so unglücklich, weil etwas nicht so klappt, wie man es sich gedacht hat, aber eigentlich soll es einfach genau so sein. Das ist dann Schicksal.

(Ein) Musiker, den / die wenige kennen, den / die du aber liebst?
Christophe Maé! War es jedenfalls früher immer. Jetzt höre ich eigentlich eher bekannte Musik!

Ein süßes Kinderfoto und die Geschichte dahinter?
Als Kind hatte ich immer keine Haare und deshalb hat meine Mama mit ständig Hüte aufgesetzt. Auf diesem Bild zeigt sich doch eindeutig "das Model" in mir!



Gibt es etwas, für das du dich in deiner Vergangenheit schämst?
Letztes Jahr habe ich mal aus Versehen einen BH geklaut. Ich habe bei einer Show die Tüten verwechselt von mir und einem anderen Mädchen und da war ihr BH drin! Ich weiß aber garnicht mehr, wie sie aussah...

Eine komische Eigenart, die man von dir nicht erwartet hätte?
Eine Eigenart von mir ist, dass ich, obwohl ich mir eigentlich für fast alles Listen mache, also z.B. beim Packen, Geschenken oder was an dem Tag so ansteht, ich mich nicht an diese Listen halte, weil es mir dann doch zu durchgeplant vorkommt und dann wirds immer etwas chaotisch!

Random - aber was isst du am liebsten?
Am liebsten esse ich mein Müsli! Ich liebe liebe liebe mein Frühstück und wurde schon von meinen Freunden ausgelacht, weil ich immer sage, dass es das beste Essen am Tag ist! Ich esse immer Haferflocken mit Yoghurt, Nüssen und Früchten und das schmeckt so gut! (Das frühstücke ich auch immer. Und ich liebe es auch!)

Angenommen, du hättest ein Kind - wie würde der wichtigste Ratschlag lauten, den du ihm geben könntest?
Blei dir immer selbst treu und sei glücklich dabei. Denn wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben!


Wenn ihr noch mehr von Eli sehen oder lesen wollt, schaut doch mal auf ihrem Instagramprofil vorbei, @elenapeterofficial

Sonntag, 26. Juli 2015

Umgedacht

Ich bin zur Zeit ein bisschen unzufrieden, ich glaube ihr seid auch unzufrieden, und das ist nicht schön. Mein Blog muss sich weiterentwickeln, und ich habe jetzt schon wochenlang darüber nachgedacht. Deswegen dachte ich, dass ich euch einen Einblick in mein Notizbuch gebe. Wundert euch nicht, wenn es in nächster Zeit ein bisschen bunter auf meinem Blog zugeht, denn ich experimentiere mit dem Layout, hehe.



Was denkt ihr?

Donnerstag, 25. Juni 2015

Homolog oder Homogenität

Ich bin gerade genervt. Ich weiß nicht, ob das gerade überhaupt meine Grundeinstellung ist, aber ich bin extrem genervt und enttäuscht und wütend. Meistens kommen die besten Texte raus, wenn ich gerade irgendetwas stark fühle, deswegen schreibe ich jetzt einfach mal los, weil ich etwas loswerden muss. Wenn ihr euch schonmal auf meinem Blog bei "Der Blog & Ich" den Text über mich durchgelesen habt, dann wisst ihr, dass ich es unheimlich toll finde, wenn Menschen zu ihrem Wesen stehen und sich nicht beeinflussen lassen. Leider ist es so, dass manche Menschen - beziehungsweise nicht nur manche Menschen, sondern sehr viele Menschen - genau das eben nicht tun. Und das ist so unglaublich schade. Wahrscheinlich ist es bei Personen in meinem Alter sogar irgendwie normal, dass sie sich anpassen, dass sie sich ein Vorbild suchen, das sie kopieren können. Und ich dachte, die Jugend will so individuell sein und anders und toll? Anscheinend nicht. Ich könnte meine Generation jetzt gerade in Gruppen einteilen. In Schubladen schieben. Sie ordnen. Wollen wir denn nicht genau das nicht? Sollte nicht jeder von uns so individuell sein und vielfältig, sodass diese Ordnung schwierig wird? Diese unendliche, ständige Selbstinszenierung wird langsam langweilig und richtig nervig. Entweder du bist der "mir ist sowieso alles egal"- Typ (ich hatte gerade eine andere Formulierung im Kopf) und du ignorierst alles und übersiehst die Probleme und lenkst dich ab und willst einfach nur Spaß haben, oder du bist der "alles ist sch..lecht" - Typ und debattierst über Politik und die Umwelt und allgemein all die Probleme dieser Welt und wie wir alle bessere Menschen werden und wieso die "mir ist sowieso alles egal" - Gruppe so schlimm ist. Das ist gerade natürlich extremes Schubladendenken und ich meine das auch nicht ganz so ernst, aber was ich damit sagen möchte ist, dass speziell wir Jugendlichen anscheinend immer irgendein Bild von dem perfekten, coolen, individuellen Menschen im Kopf haben, dem wir hinterherhecheln. Und genau das macht uns so unindividuell und gleich und öde. Aber eigentlich ist das alles garnicht nur ein Phänomen unserer Generation. Vielleicht trifft es uns am meisten, weil gerade wir am meisten in Kontakt mit den neuen Medien kommen, die nochmal zusätzlich zu dem Standardgedankengut unrealistische Schönheitsideale liefern, damit wir endgültig durcheinander kommen und Jahrmarktkarikaturen unserer selbst werden. Nein, es gibt euch viele Erwachsene, die denken, sie müssen sich irgendwo einordnen können. Ja genau! Wir Jugendlichen wollen individuell sein und enden letztenendes doch irgendwie alle bei den selben unindividuellen Charakteren, und Erwachsene sind anscheinend darüber schon irgendwie hinweg und wollen sogar irgendwie irgendwo eingeordnet werden können. Vielleicht lassen sich so auch die verschiedenen Subkulturen erklären, die sich über die Jahrzehnte gebildet haben (die ja auch irgendwie immer ihre Anfänge in der Jugend hatten....). Gemeinsam gleich anders sein. Zu einer riesigen Gruppe von Andersdenkenden gehören. Wow, was für ein Paradoxon. Ich selbst nehme mich aus dieser These natürlich nicht aus. Es fällt mir an mir selbst auch auf, und ich versuche das zu ändern, und es ist garnicht so einfach. Aber Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung oder? Und ja, deswegen bin ich gerade genervt. Mal wieder zu viel unnötig nachgedacht. Macht damit was ihr wollt. Vielleicht hilft das euch ja irgendwie weiter. Und jetzt, um noch ein fancy Zitat reinzuhauen, dass auch irgendeinem Rap stammt, dass ich vom Whatsappstatus meiner Freundin geklaut habe: "..ihr Homos, und ich rede nicht von schwul, nein ich meine ihr seid gleich, so wie im Wort homolog oder Homogenität..."

Freitag, 19. Juni 2015

Ein Haufen Unordnung

Ich habe die anstrengendsten, arbeitsaufwändigsten und aufwühlendsten Prüfungen endlich hinter mir, und nie hat es sich so richtig angefühlt, ein ganzes Wochenende mit Netflix zu verbringen. Ich freue mich endlich mal wieder auf ein bisschen Entspannung und Zeit für mich, Zeit, um Nachzudenken (als ob ich das nicht schon genug tue) und mir meine nächsten Schritte zu überlegen. Ich habe in letzter Zeit Gefallen daran gefunden, meine Wochen ein bisschen zu strukturieren und zu planen, und mir fällt jetzt dieser Haufen von Unordnung, den man mein Leben nennt, ein bisschen leichter, weil ich ihn sortiere und überdenke. Ich habe wegen meiner Deutschklausur (die ich heute geschrieben habe und die überraschend gut lief) ziemlich viel Zeit mit Schiller und "Kabale und Liebe" verbracht, und wenn man liest, welche Probleme das 16-jährige Mädchen in diesem Drama hat (Probleme, die sie und ihren Freund dazu bringen, vergiftete Limonade zu trinken, I mean...), dann fühlt man sich wie eine kleine Heulsuse. So schlimm ist das dann alles garnicht, dieser ganze Stress. Mich trennen jedenfalls keine Standesschranken von guten Noten oder so. Im Gegenteil. Offenbar finden meine Lehrer, dass ich ganz okay bin, und schicken mich deswegen im September mit einem Schüleraustausch nach Cles, Italien, weil das wohl meinen Noten nicht wehtun würde. Gut, dass ich kein Wort Italienisch kann, nicht mal dieses würdegernkannnicht-Urlaubsitalienisch. Nichts. :-))))) Okay, ich kann Grazie. Grazie mille, no comprendo! Pizza, Pasta! Aber die Lehrer meinten ja, dass die Schüler dort Deutsch lernen. Mal sehen, ich freue mich so oder so. Irgendwie verständigt man sich schon, und ich werde bestimmt nicht verhungern. Auch habe ich Fortschritt mit meinem Führerschein gemacht! Exciting! Ich habe fast alle Theoriestunden besucht, bald müsste meine Prüfung geplant werden und ich mich hinters Steuer setzen. Wäre also vielleicht mal Zeit, um zu üben. Noch habe ich nämlich 11 von 30 Fragen auf meiner fancy Fahrschulapp, mit der ich lerne, falsch. Naja, time will bring progress oder so (habe ich mir das gerade ausgedacht?). Progress sollte in ein paar Wochen auch das Sportprogramm bringen, mit dem ich wieder angefangen habe. Ich habe richtig gemerkt, wie mir Sport gefehlt hat - man fühlt sich einfach viel fitter und vitaler (bald klinge ich wie die Apothekenrundschau) und die Endorphine die in deinen Körper schießen wenn du dein Workout geschafft hast und röchelst wie ein krankes Nilpferd und unter der Dusche stehst und nicht weißt ob du nass vom Schweiß oder dem Wasser bist - das fühlt sich gut an, das gefällt mir. Ich versuche also gerade mein bestes, aus dem Haufen Unordnung einen Haufen strukturierte Unordnung zu machen. Ob mir das gelingt, und auch ob ich in diese Stuktur endlich meinen Blog mehr einbinden kann, das erfahrt ihr im nächsten Post! Cliffhanger!

Donnerstag, 28. Mai 2015

An Tagen wie diesen*

Ich kann mich glücklich schätzen, denn ich gehöre zu denjenigen, die noch diese und die nächste Woche frei haben. Yaaas. Aber ganz ehrlich, diese freien Tage brauche ich auch einfach. Obwohl die letzten Ferien garnicht so lange her sind. Aber irgendwie wurde alles in letzter Zeit ziemlich viel und stressig und ich hätte es wohl auch keine Woche länger ausgehalten, denn in der Schule steht jetzt der Endspurt an und man will uns nochmal ordentlich mit Arbeit zupacken. Ach, G8, wie ich dich liebe! Und ja, obwohl ich diese Woche schon frei hatte, habe ich nicht gebloggt, einfach, weil der Schreibfluss nicht so wirklich da war, und wenn der und ein Funken Kreativität nicht da sind, dann wird der Post nicht so gut, wie ich mir das vorstelle. Und das möchte ich euch nicht antun. Lieber möchte ich jetzt mal wieder das elendige Thema Schule ansprechen, weil es für mich als Schülerin nunmal aktuell ist, und ich denke, es dürfte für ältere Leser auch interessant sein, wie gerade so die Lage ist. Ich denke, das was ich schreiben werde, betrifft nicht nur mich, sondern, wie ich auch aus einigen Gesprächen erfahren konnte, auch viele andere Schüler in meinem Alter. Trotzdem rede ich natürlich, wie immer, über meine ganz eigenen Erfahrungen, haha. Ich habe, genauso wie beim Bloggen, meine Hoch- und Tiefphasen (was ihr bestimmt schon gemerkt habt - deswegen kommt dann vielleicht mal einen Monat lang kein Post, upps), was meine Motivation anbelangt. Oft schießen einem Gedanken wie "wozu das eigentlich alles" oder "das wird sowieso nicht mehr besser" in den Kopf, und dann heißt es Prokrastination und ich tue einfach eine Weile lang nichts - "dieses Nichtstun habe ich mir jetzt mal verdient" - und am Ende steht einem die Arbeit bis zum Hals, weil man alles aufgeschoben hat. Der Druck wird immer größer und man fühlt sich, als würde einen alles übermannen. An manchen Tagen wacht man aber auch auf (und meistens ist das mit sehr guter Laune verbunden) und möchte die ganze Welt umarmen, am besten 30 Arbeiten auf einmal erledigen, man schreibt sich eine Liste, arbeitet alles ab, fühlt sich richtig gut und denkt sich "das war doch richtig einfach und befriedigend, das alles erledigt zu haben, morgen kann das so weiter gehen!" Ich durfte mir letztens auch einen wundertollen Rucksack von Estarer aussuchen und mir wurden zusätzlich eine Laptophülle und eine Festplattentasche zugeschickt, was noch zusätzlich zu meiner Motivation beitrug. Meinen Laptop kann ich jetzt in einer fancy Tasche überall mit hinnehmen und von dort aus bloggen! In meine neue Tasche passen alle wichtigen Dinge für meinen Schulalltag rein! Ich werde richtig organisiert und produktiv! - aber am nächsten Tag fühlt man sich wieder ganz anders. Ein Stück weit könnte das vielleicht auch ein Pupertätsding sein. Und das gebe ich zu, obwohl ich es abgrundtief hasse, irgendwas mit der Pupertät zu begründen. Das ist genauso schlimm, wie bei einer Frau davon auszugehen, dass sie ihre Periode hat, nur weil sich mal schlecht gelaunt ist. Es kann auch andere Gründe geben! Jetzt habe ich mir auf jeden Fall noch zusätzlich Arbeit mit dem Beginn meines Führerschein aufgehalst. Okay, nein, ich bin total aufgeregt und freue mich schon riesig, es ist positive Aufregung, hihi, Mit meinen Theoriestunden möchte ich schon jetzt in meiner freien Zeit anfangen, damit ich genug Zeit für meine Schularbeit nach den Ferien habe. Ihr merkt - heute ist wieder so ein Motivationstag. Darauf, dass es in Zukunft mehr von diesen Tagen gibt!

Sonntag, 3. Mai 2015

Wie alt ist eine reife Banane?

Das Alter, was ist das überhaupt? Wenn wir sagen, wie alt wir sind, sagen wir eigentlich nur, wie lange wir uns schon auf der Erde befinden, wie alt also unser Körper ist. Unser Geist kann dann irgendwie schon manchmal älter sein. Aber ist "älter" das richtige Wort dafür? Reifer, das trifft es besser. Und diese Reife hängt vom Umfeld, vom Erlebten und von vielen anderen Faktoren ab. Da erscheint es doch schon fast unsinnig, dass der Staat festlegt, dass man mit achtzehn reif genug ist, um Auto zu fahren und Wählen zu gehen und überhaupt die Verantwortung für alle seine Taten zu übernehmen, auch für Taten, die man vielleicht später bereut. Aber eigentlich ist man ja erst ab 21 so richtig auf sich alleine gestellt, denn bis dahin hängt dein Strafmaß noch davon ab, ob du Welpenschutz bekommst und als Jugendlicher behandelt wirst oder ob man dich schon als reif genug empfindet, um dich als Erwachsenen zu behandeln (Diese Erkenntnisse verdanke ich übrigens dem Wirtschaftsunterricht, in dem ich aufgepasst habe. Jetzt kann ich Klugscheißen. Sorrynotsorry für dieses Wort). Und schon wieder maßen sich irgendwelche Menschen an, darüber zu entscheiden, wie reif jemand ist. Was sind die Kriterien für Reife? Ich verlange eine Liste, die ich abarbeiten kann. Muss man erwachsen aussehen, sich erwachsen kleiden, um reif zu sein? Nein. Vielleicht wirkt man reifer, weil man älter aussieht, aber mein Standpunkt ist immernoch, dass Reife nicht mit dem Alter zusammenhängt. Ist man reif, weil man sich mit Politik und Wirtschaft und all den anderen wichtig erscheinenden Themen der Welt auszukennen scheint? Auch da sage ich nein. Bildung entspricht nicht Intelligenz und Intelligenz entspricht nicht gleich Reife. Ich glaube, wie reif ein Mensch ist, kann niemand wirklich festlegen. Bin ich reif? Mir wurde schonmal gesagt, dass ich mich "erwachsen anziehe", ich interessiere mich für "wichtig erscheinende Themen der Welt". Ich philosophiere mit euch über die Bedeutung von "Reife". Ich benutze übermäßig "Anführungszeichen" und nenne sie nicht "Gänsefüßchen". Ich weiß nicht, ob ich reif bin, weil ich viel über alles Mögliche nachdenke. Ich persönlich glaube, das Reife damit zusammenhängt, wie eine Person mit bestimmten Situation umgeht und sich dann verhält. Zum Beispiel würde eine reife Person in einer Diskussion nicht einfach irgendetwas einwerfen, sondern seinen Standpunkt auch begründen können. Ich glaube aber nicht, dass eine reife Person nicht auch mal total kindisch sein darf, Ich glaube sogar, dass diese Erkenntnis etwas mit Reife zutun hat. Wenn typische Teenager andere als kindisch bezeichnen und sich somit eine Stufe höher stellen wollen, ist das für mich sehr unreif. ICH FOLGERE: Dein Alter ist also nur eine Zahl. Reife kann niemand wirklich festlegen. Und du kannst dir ein Sacko anziehen und mit mir über Politik diskutieren wollen, und ich finde dich ggf. immernoch unreif.

Montag, 20. April 2015

#like4like

Trotz der im letzten Post kritisierten Prokrastination habe ich meine Tests hinter mich gebracht, ob auch erfolgreich, wird sich noch zeigen. Deswegen kann ich jetzt mehr oder weniger entspannen und auch mal wieder die sich zur Zeit sehr oft zeigende Sonne genießen. Mehr oder weniger. Denn wenn die Tests vorbei sind, denken die Lehrer, es wäre nun die perfekte Zeit, um Referate zu verteilen, Exen (wusstet ihr, dass es DAS Ex heißt? Nicht die Ex! Whut!) zu schreiben und Lektüren zu lesen. Interessant wurde es da in Englisch: Unsere Lektüre ist The Circle von Dave Eggers, ein neueres Buch, das vielleicht einige von euch kennen dürften. Falls nicht: Das Buch handelt von einem gleichnamigen Unternehmen, das alle Aktivitäten im Internet an einem Platz bündelt - also nicht Facebook, Blogger, YouTube, Instagram - sondern einfach nur The Circle. Alles an einem Platz. Ein random Mädchen vom Land ergattert dann einen Job bei diesem Unternehmen und deckt natürlich die ganzen dunklen Geheimnisse von The Circle auf. Eggers erschafft insgesamt eine Distopie von einer kontrollierten und überwachten Menschheit. Glaube ich. Ich bin nämlich noch nicht ganz durch, hehe. Und man merkt, dass ich unglaublich gut Bücher rezensieren kann, oder? (nein, normalerweise nehme ich das natürlich ernster haha) Aber kann man dieses Buch eigentlich eine Distopie nennen? Ist diese Überwachung und Kontrolle nicht schon längst bittere Realität? Klar ist natürlich, das soziale Netzwerke mittlerweile einen Großteil unserer Zeit beanspruchen, Facebook und Twitter ersetzen die Zeitung am Morgen, YouTube ersetzt das Fernsehen und Blogs gelten natürlich auch als immer wichtiger, haha. Mae (das Bauernmädchen aus dem Buch) muss The Circle gezwungenermaßen ständig benutzen, immer auf dem neusten Stand sein und auf alle eingehenden Nachrichten sofort antworten. Sonst könnte man die Gefühle eines Freundes verletzten. Oder wichtige Ereignisse verpassen. Auch schon längst Realität, mit den Unterschied, dass kein Chef uns kontrolliert. Sondern es vielmehr die Gesellschaft einfach von uns erwartet und wir einem sozialen Druck ausgeliefert ist. Obwohl ich so denke, habe ich mich letztens, aus reinem Interesse, auf Twitter angemeldet. Ihr könnt mir folgen, falls ich jemals regelmäßig etwas zwitschern sollte, aber wenn, dann habt ihr immer so ein bisschen choci für unterwegs. Wie diese kleinen süßen Proben von Handscremes, die man mit sich rumschleppt. Als ich heute mit dem Hund Gassi war, sind zwei noch ziemlich kleine Kinder an mir mit dem Fahrrad vorbeigefahren; zweimal. Beim zweiten Mal hat ein Mädchen dann zu mir gesagt: "Das Fahrrad habe ich heute erst neu bekommen!!" Ich habe daraufhin einen Kopfhörer aus meinem Ohr entfernt und breit gelächelt (sah bestimmt ziemlich bescheuert aus, weil die Sonne geblendet hat und ich genervt war) "Wie bitte?" "DAS FAHRRAD HAB ICH HEUTE ERST NEU BEKOMMEN!" "Öh ja, es ist richtig schön (es war pink.) und du kannst schon richtig super damit fahren!" Dieses Mädchen hat mich in diesem Moment an eine Miniaturausgabe der Mädchen erinnert, die meine Facebook-Startseite vollmüllen, weil sie denken, dass sie einmal die Woche ein Bild von sich posten müssen um ihre (vorhandene oder auch nicht vorhandene) Schönheit zu demonstrieren, weil dann einfach alle randomly liken und sie damit ihr Ego pushen können. Gefällt mir nicht, nö. Ich scrolle mittlerweile schon demonstrativ weiter. Das geht ja schon soweit, dass meine Freundin mir von einem Mädchen erzählte, das sie doch tatsächlich bat, ihr neues Profilbild zu liken. Naaah, gurl. Man liket nur Dinge, die einem auch gefallen. Ihr seid alle wunderschön. Bitte verzweifelt nicht so. Liket nur was euch gefällt. Und wenn ihr Zeit mit Menschen verbringt, die euch wichtig sind, legt das Handy weg.

Dienstag, 7. April 2015

Leere behalten

Glücklich unorientiert? Bin ich immernoch. Trotzdem waren diese Orientierungstage eine gute Möglichkeit, um viel nachzudenken und manche Dinge zu überdenken. Nachdenktage vielleicht. Von Natur und völliger Ruhe umgeben zu sein, hat jedenfalls zu ein bisschen Leere im Kopf geführt (und das meine ich positiv; wie Ausmisten). Dann hatte ich noch zwei Schultage voller Harmonie in meiner Klasse, und jetzt sind endlich wieder wohlverdiente Ferien. Obwohl ich ehrlich gesagt das Gefühl habe, dass die letzten Ferien garnicht so lange her sind. Nur noch ein paar Wochen, dann haben wir dieses Schuljahr schon wieder geschafft! Okay, das ist vielleicht übertrieben. Aber so lange ist wirklich nicht mehr. Erstmal stehen jetzt aber gleich in der ersten Woche nach den Ferien Tests an, für die ich eigentlich langsam lernen sollte. Aber ich bin so im Ferienmodus, schon so an Freizeit gewöhnt - da geht nichts. Ich hoffe morgen geht ein bisschen was. Heute aber bin ich extra früh aufgestanden (um 9 Uhr. Normalerweise frühstücke ich in den Ferien erst so gegen 13 Uhr), weil ich mich mit meiner Freundin in der Stadt treffen will - man muss sich ja über verschiedenste Dinge austauschen und meistens passieren in den Ferien immer die meisten, spannendsten Dinge. Und jetzt schreibe ich noch diesen Blogpost und muss mich selbst ein bisschen auf Facebook auf den neusten Stand bringen, da bleibt also wirklich garkeine Zeit zum Lernen! So ist das! Vielleicht nennt man das aber auch nur zwanghaftes Prokrastinieren, oder es ist einfach eine automatische Schutzmaßnahme meines Körpers gegen Stresspickel oder so. Man weiß es nicht. Aber Stresspickel möchte doch niemand riskieren! Deswegen lasse ich mir Zeit...um dann umso mehr Stress in den letzten Tagen zu haben, hehe. Ähnlich geht es mir aber bei vielen Sachen. Mein Zimmer wollte ich auch mal wieder putzen. Mein Zimmer ist eigentlich ziemlich ordentlich, ich habe schon schlimmeres gesehen - aber manchmal, manchmal, muss ich eben auch mal Staubwischen. Was jetzt eigentlich kein großer Act ist. Der größere Act ist da eher, mich dazu aufzuraffen. Oder die Buchrezensionen, die ich noch schreiben müsste - zwei fertig gelesene Bücher liegen hier neben meinem PC und warten darauf, analysiert und kritisiert zu werden, und ich lege sie immer genau dort hin, um mich daran zu erinnern, dass ich das noch machen müsste - müsste - aber letztenendes mache ich was? Genau! Ich schiebe es auf. Meinen inneren Schweinehund halte ich schon wie ein Haustier, er heißt Sally. Aber überraschenderweise bin ich zu einer Sache voll motiviert - ich muss die nächsten Wochen dreimal die Woche joggen gehen, weil ich bald beim Halbmarathon in meiner Stadt mitlaufe. Zwar nur eine Teilstrecke, aber die ist auch schon um die 8 km lang. Und das reicht mir schon. Und dafür muss ich eben trainieren. Aber das klappt ganz gut, und meine Motivation ist eben, dass ich eigentlich schon länger trainieren sollte - PROKRASTINATION - und ich das jetzt wirklich durchziehen muss. Naja, vielleicht ist so ein bisschen Druck garnicht soo schlecht. Nur sollte das nicht die Überhand gewinnen - und man muss die Möglichkeit haben, auch mal an nichts zu denken.

Samstag, 21. März 2015

Glücklich unorientiert

Ich dachte, ich sollte mich nochmal melden, bevor ich dann am Montag mit meiner Klasse auf die Orientierungstage fahre. Wer weiß, vielleicht komme ich dann am Mittwoch zurück und bin total orientiert und besinnt und fühle mich innerlich ausgeglichen und glücklich und frei wie ein Vogel und möchte in den Sonnenuntergang reiten. Vielleicht ist aber auch einfach alles genau so wie vorher. Wir werden sehen. Zum Thema "schlechte Laune": Wahnsinn, wie viel Vitamin D ausmacht. Danke Frau Sonne, ich fühle mich schon viel viel besser. Ich kann endlich dünnere Jacken anziehen und mich wieder freier bewegen (was mit Unterhemd, Shirt, Pullover, Jacke, Mantel und RIESIGEM Schal nicht wirklich möglich war) und mich mit Freundinnen auch draußen vor das Café setzen und Sonnenbrillen tragen und Fahrrad fahren...in den Sonnenuntergang. Ich war heute sogar so gut drauf und motiviert, dass ich spontan ins Fitnessstudio gegangen bin und mich ausgepowert habe. Um halb 10 Uhr morgens. Normalerweise schlafe ich um die Uhrzeit an einem Samstag noch. Also beeinflussen mich diese Frühlingsgefühle definitiv irgendwie. Jetzt bin jedenfalls immernoch total müde und fertig, aber es ist diese Art von Müdigkeit die irgendwie gemütlich ist und die man mag. Zur Feier des Tages und des guten Wetters werde ich vielleicht in die Stadt radeln und mir einen Frozen Yoghurt gönnen. Wow, spannend was ich euch hier erzähle! Aber irgendwie hoffe ich, dass ich meine momentane ausgelassene Stimmung durch diesen Post mit euch teilen kann und vielleicht, wenn ich mal wieder nicht so gut drauf bin, selbst nochmal das hier durchlesen kann und denke "okay, es wird wieder besser". Ach, schaut, ich brauche diese Orientierungstage eigentlich garnicht. Ich bin total glücklich unorientiert. Das war ein kleiner Post, aber mehr braucht es manchmal garnicht. Ihr wisst jetzt, dass es mir besser geht (danke für diese süßen Kommentare hihi, jetzt weiß ich dass es nicht nur mir so geht...) und ich bis Mittwoch nicht da bin und danach vielleicht wieder mehr Posts kommen in denen ich gute Laune versprühe, weil Frühling ist und ich Ferien habe. Yuhu! Yuhey! Okay, vielleicht ist dies das Zeichen dafür, dass ich diesen Post beenden sollte...

Sonntag, 15. März 2015

Wenn Hamlet Airmax trägt

Fast einen Monat nicht bloggen, das muss man erstmal schaffen. Aber meine Winterdepressionen hatten sich eben in Frühjahrsmüdigkeit verwandelt und die 'keinen Bock auf nichts' - Stimmung hält an. Mittlerweile geht es mir schon ein bisschen besser, weil die Sonne wieder öfters rauskommt und mich glücklich macht. Man muss eben das beste daraus machen. Meine Freundin hat mir mal geraten, mich mit den kleinsten Dingen zu motivieren, damit ich mich immer auf den nächsten Tag freue. Meine Motivationen momentan? Naja, ich bin jetzt schon ein halbes Jahr sechzehn, was bedeutet, dass ich rein theoretisch meinen Führerschein machen könnte. Und auch wenn das trotzdem noch dauern könnte, macht mich der Gedanke total hibbelig, weil Autofahren irgendwie ein Stück mehr Unabhängigkeit bedeutet. Außerdem fahre ich mit meiner Klasse übernächste Woche an einen Ort, den mein Klassenlehrer liebevoll "Jesuscamp" genannt hat. Es soll so ein kleines Kaff ohne Internet oder Handyempfang oder irgendwas sein und dort leben nur Geistliche. Wow. Und unsere Klasse soll dort durch witzige Spiele zusammenwachsen und wir sollen zu uns selbst finden oder so. Der eigentliche Name dafür ist nämlich "Orientierungstage". Wenn jemand versucht mich dort christlich zu orientieren, werde ich wohl abhauen. Nein im Ernst. Ich bin mal gespannt, was da auf uns zukommt und freue mich über die paar Tage ohne Schule, vorallem weil ich danach gleich wieder Ferien habe. Ach ja, das Leben eines Schülers. So schön entspannt. Nie Stress oder Druck. *ironieoff* Am Donnerstag schreibe ich noch eine Arbeit in Physik, dann habe ich erstmal bis nach den Ferien ein bisschen Zeit. Naja, ich muss eigentlich in den Ferien schon lernen weil ich gleich in der ersten Woche etwas schreibe. Was, weiß ich garnicht so genau. Und ich bin jetzt zu faul aufzustehen. Also gebt euch damit zufrieden. Achja, wann soll man faul sein, wenn nicht am Sonntag. Ich habe heute mit meiner Familie lang verschollene Videokassetten mit Aufnahmen von 2007 angeschaut, auf welchen unsere Urlaube und meine Theaterauftritte in der Schule und willkürliche von mir aufgenommene Aufnahmen von unserem Hund zu sehen sind. Manchmal war ich total von meinem kleinen Ich genervt und habe den Kopf geschüttelt und sarkastische Kommentare gemacht und dann ist mir wieder klar geworden, dass das nunmal ich war. Umso besser, dass ich jetzt anders bin. Anders nervig. Anders komisch. Aber anders. Und auf irgendeine Weise reifer. Wisst ihr, wie reif und kultiviert ich bin? Es war Freitagabend. Ich bin jung! Ich bin fit! Ich habe mich schick gemacht! Ich bin mit meinen Freunden ins Theather gegangen!! ESKALATION! Es war eine moderne Interpretation von Hamlet. Hamlet trug Airmax und ist in Unterhose über die Bühne gesprungen. Seine Airmax hatte er aber immernoch an. Oh Shakespeare.

Sonntag, 22. Februar 2015

Nudeln und Hustensaft

Gestern war ein trauriger Tag. Meine Zeit mit Valentina war vorbei und ich musste sie schweren Herzens zum Bahnhof begleiten und mich dort von ihr verabschieden, cry. :-(( Diese Zeit werde ich aber nicht so schnell vergessen (uiuiui heute pulsiert meine schnulzige Ader aber besonders heftig). Wir haben in den zwei Tagen ein bisschen geshoppt (soweit das in meiner Stadt geht) und uns über Gott und die Welt unterhalten. Richtig interessant jemanden zu treffen, den man sonst nur vom Schreiben oder von Skype kannte. Einen kleinen Eindruck davon, was genau wir so erlebt haben, könnt ihr in diesem Video sehen. Seht zu, wie ich so viel lache wie sonst selten (ich war super nervös wegen der Kamera hahaha), wir den Bus ein paar Male verpassen und ich Valentina mit Center Shocks füttere. Ich weiß aus sicherer Quelle, dass noch zwei weitere Videos veröffentlicht werden. Ich war nämlich dabei, surprise. Jedenfalls muss das Leben jetzt trotzdem irgendwie weitergehen, ab morgen habe ich wieder Schule und ich freue mich riesig! Juhu! Ja! Aber nein im Ernst, es fängt ein neues Halbjahr an und ich hoffe einfach, dass ich meine Leistungen halten kann bzw. mich in manchen Fächern noch verbessere. Wird schon. Auf meine liebsten Personen in der Schule freue ich mich nämlich ehrlich. Außerdem hat sich auch das Wetter glücklicherweise wieder verbessert, es scheint die Sonne und man steht ein bisschen weniger deprimiert vor dem Fenster wenn man die Rolladen hochzieht. Ich bin ja ein absoluter Sonnenmensch, ein paar Sonnenstrahlen und ich fühle mich seit gestern wieder ziemlich dezent gut, mal abgesehen davon, dass ich immernoch ein bisschen erkältet bin und rumröchle wie Darth Vader mit Husten. Oder einfach wie Meryem wie Husten. Das wird sich bestimmt aber auch wieder legen, es ist nunmal gerade diese Zeit des Jahres, und ich kenne kaum jemanden, der gerade nicht wenigstens ein bisschen erkältet ist. Trinkt fleißig Tee, nehmt notfalls Tabletten und zieht euch warm an, Kinders. Der Frühling kommt bestimmt. Und dann der Sommer. Und dann geht alles von vorne los, ehehe.

Dienstag, 17. Februar 2015

Helau und tschüss

Die komische Laune hält an, aber ich habe mich damit langsam abgefunden oder mich irgendwie daran gewöhnt. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich endlich Ferien habe - wenn auch nur bis nächste Woche. Wie habt ihr Karneval verbracht? Ich kenne mich damit ja kein Stückchen aus. Karneval ist ja noch garnicht vorbei, oder? Morgen ist Aschermittwoch. Ist da irgendwas besonderes? Ach, ich weiß es nicht, haha. Wenn ihr euch da auskennt, könnt ihr mich gerne aufklären. Ich habe eine einzige Party besucht, die mit Karneval zu tun hatte, und das wars dann auch. Bevor ihr fragt: Ich bin als 20's Flapper Girl gegangen. Wie so gut wie ein Drittel der anderen Mädchen auf der Party auch. War trotzdem richtig toll, auch wenn die DJs nicht wirklich was drauf hatten. Haha, ihr merkt schon, ich bin auf der Höhe meiner Laune. Dabei liefs auch weiterhin ganz gut - am Freitag habe ich mein Zeugnis bekommen, und ich war eigentlich überzeugt davon, dass es nicht so gut ausfallen würde. Am Abend vor diesem letzten Schultag war die Party und ich saß einfach total fertig und müde in der Schule und war überzeugt davon, dass dieser Freitag ein sch..lechter Freitag werden musste und das Zeugnis eine große Rolle dabei spielen würde. Aber dann, Überraschuung - es ist ein echt gutes Zeugnis. Ich habe mich ganz perplex auf meinen Platz gesetzt und erstmal hysterisch Freundenschreie und "YES!" und "OMG!" ausgestoßen. War bestimmt ein witziger Anblick. Ich habe immernoch keine Ahnung, wie ich das geschafft habe, aber hey, kann so weitergehen, haha. Offenbar hat sich meine Selbstwahrnehmung drastisch von der Realität unterschieden. Zuhause habe ich das dann erstmal mit einem Nickerchen auf der Coach gefeiert, nachdem ich die erste Folge einer ziemlich sexistischen und fragwürdigen Modelcastingshow nachgeschaut habe. Ich schau's trotzdem wieder täglich, weil ich den stumpfen Inhalt zum Abschalten super finde und darüber lachen kann, haha. Am Samstag (jaja, der Tag mit den Rosen und den peinlichen Werbungen im TV) habe ich nichts getan, einfach weil ich's kann. Vielleicht auch ein bisschen aus Trotz. Ich habe keinen Liebesfilm geschaut. Obwohl, ich habe einen schlechten französischen Film namens "Der Loulou" angefangen, der wohl ein Liebesfilm sein sollte, aber nach knapp dem ersten Viertel habe ich es nicht mehr ausgehalten, weil er einfach so extrem, extrem trashy war. Okay, vielleicht auch einfach nur alt, aber egal Am Sonntag haben meine Freundin und ich dann entschieden, dass wir auf eine Kunstaustellung gehen und uns kultiviert fühlen wollen. Die Ausstellung hatte gefaltenes Papier zum Thema, und das wars dann auch. Es war nichts als zerknittertes, gefaltetes, strukturiertes, weißes Papier, das an der Wand hing oder auf einem Podest stand. Und wir haben uns davor gestellt und wissend genickt und den Kopf geneigt und uns je drei Minuten damit beschäftigt. Dann sind wir schnell in den nächsten Raum gestolpert, weil wir sonst hysterisch losgelacht hätten, und das wäre nicht so gut gewesen, wo uns die ganze Zeit ein älterer Mann beobachtete und überlegte, ob uns das ernsthaft interessierte. Als wir dann das Museum verlassen haben, hat meine Freundin gesagt: "Ich mag Kunst, aber das ist wohl einfach nicht meine Art von Kunst..." Da kann ich ihr nur Recht geben. Den Tag abgerundet haben wir dann noch mit einer Tasse Kaffee und dann bin ich nach Hause gegangen. Und jetzt bin ich erkältet, ich Naturfreund. Superduper. OH, ich wollte euch noch erzählen, was Tolles in den Ferien ansteht, und da es morgen ansteht, sollte ich euch langsam informieren. Ich bekomme Besuch von Valentina! Oh! Ah! Excitement! Freut euch auf ein total kewles FMA und andere komische Videos, die wir ziemlich sicher zusammen drehen werden.

Sonntag, 8. Februar 2015

Achterbahn fahren

Ich bin jetzt mal ganz ehrlich. Ich hatte einfach keinen Bock, irgendwas zu schreiben. So zu tun, als wäre alles okay und euch am besten noch irgendwelche Lebenstipps geben. Ich hätte nämlich in letzter Zeit selbst viele Tipps gebraucht. Keine Sorge, mir ist jetzt nicht sonst was passiert. Ich habe mir zum Beispiel beim Schwimmen den Zeh rechts vom kleinen Zeh verstaucht (...fragt nicht) und humpele jetzt durch die Gegend. Sieht ziemlich lächerlich aus. Ich habe es deswegen einen Tag lang mit Krücken probiert, aber das ist so verdammt anstrengend (ich habe gelesen, dass man das trainieren muss und es einem irgendwann total leicht fällt, es war aber das erste Mal in meinem Leben dass ich überhaupt auf Krücken angewiesen war). Ich habe am nächsten Tag wieder gehumpelt und hatte einen extremen Muskelkater, überall irgendwie. Ich hatte natürlich nicht nur deswegen schlechte Laune, nein, es hat sich in den letzten Wochen irgendwie alles gehäuft und ich hatte schlichtweg keinen Bock mehr auf nichts. Da war ich einfach froh, tolle Freunde und Familie zu haben, die mich unterstützen und mich wieder aufgebaut haben. Und nur so zur Info, ich humpele immernoch. Aber jetzt tue ich es mit Würde und Stolz. Oder so. Falls ihr euch zur Zeit auch nicht so gut fühlt und ebenfalls irgendwie keinen Bock mehr auf nichts habt, dann sprecht auf jeden Fall darüber. Weint. Schreit. Keine Ahnung, lasst es einfach raus. Je länger ihr es in euch hinein fresst, desto schlimmer wird es nur. Lenkt euch ab (geht natürlich am besten mit euren Freunden) und denkt an schöne Sachen. Denkt vielleicht einfach daran, dass diese schlechten Zeiten in unserem Leben wichtig sind, um persönlich zu wachsen, um stärker zu werden. Trainiert nicht nur Muskeln, sondern auch eure Gefühlswelt (der Vergleich ist ziemlich komisch, hahaha). Dass diese schlechten Zeiten aber auch wieder vorbei gehen. Ich meine, das Leben wird nicht umsonst immer wieder mit einer Achterbahn verglichen. Lernt, das Adrenalin zu lieben. Ich versuche mich auch damit zu motivieren, dass einige tolle Sachen auf mich zukommen. Nur noch die nächste Woche, und dann sind Ferien. Und in den Ferien bekomme ich spannenden Besuch, von dem ihr auch noch erfahren werdet. Ich bin sososo aufgeregt und freue mich riesig. Ihr müsst euch aber noch gedulden, bis ich euch verrate, was da so abgeht, haha. Das war jetzt ein ziemlich kurzer Post, aber dafür hoffe ich, dass es das nächste Mal nicht mehr so lange dauert bis was Neues kommt und es jetzt wieder bergauf geht, es wird langsam Zeit. Tschö!

Mittwoch, 21. Januar 2015

Schau nur ein bisschen voraus

Mal abgesehen davon, dass die politische Situation zurzeit, die ich euch im letzten Post ja schon geschildert habe, nicht so super ist und ich viel darüber nachdenke und mich aufrege und traurig und wütend und alles gleichzeitig werde, habe ich auch viel Stress in der Schule, wie ihr natürlich mal wieder an fehlenden Posts gemerkt habt. Aber heute habe ich ein bisschen Zeit und ich dachte, ich schreibe einfach mal wieder so ein bisschen rum. Ohne irgendein bestimmtes Ziel und einfach so, wie meine Gedanken sich jetzt entwickeln werden. Stress in der Schule bedeutet nicht nur Prüfungen, Referate etc., die es jetzt vor dem Notenschluss noch reichlich gibt (vorallem Referate haben es meinen Lehrern total angetan. Referat in Englisch, Referat in Französisch, Referat in Physik, Referat in Geographie..?!), sondern auch die bevorstehende Wahl der Seminare und Fächer für die Oberstufe. Bei manchen Dingen bin ich mir schon ziemlich sicher, andere Entscheidungen schiebe ich noch ein bisschen vor mir her und hole alle möglichen Meinungen dazu ein. Aber letztenendes liegt die Entscheidung eben doch bei mir allein. Gestern gab uns die Schule dann auch noch die Möglichkeit, über das Abitur hinauszuschauen und wir konnten uns an einer Hochschule im Rahmen eines Infoabends über Studienmöglichkeiten informieren. Als ob ich nicht schon genug damit zu kämpfen hätte, ob ich Physik oder Biologie in der Oberstufe nehme (Chemie ist keine Option, ich hasse Chemie, ich verstehe Physik so lala, aber die Themen in der Oberstufe sind sch..lecht, Biologie ist eigentlich Auswendiglernen aber es sollen chemische Aspekte dazukommen..?!). Und so kommt es, dass man mit sechzehn schon Zukunftsängste hat. Aber ich denke, wir müssen uns immer vor Augen halten (ich gehe jetzt mal davon aus, dass das hier viele in meinem Alter lesen die vielleicht ähnliche Probleme haben), dass es kein Weltuntergang wäre, wenn man kein Abitur hat, wenn man nicht studiert. Man überlebt trotzdem. Es gibt so viele Möglichkeiten. Aber wenn man sein Abitur will, und wenn man studieren möchte, dann schafft man das auch. Probleme sehen immer so viel größer aus als sie sind, aber wenn man aufhört sich in Selbstmitleid zu suhlen und einfach mal macht und Möglichkeiten beim Schopf greift und einfach anfängt, zu versuchen, etwas zu verbessern, dann werden die Probleme immer kleiner und verschwinden am Ende ganz. Und dann habe ich vielleicht bald einen konkreten Plan für die Oberstufe und nach dem Abi weiß ich dann ganz genau was ich studiere. Genau.

Samstag, 10. Januar 2015

Manchmal grau,manchmal sonnig,immer windig

Als ich meinen Namen verraten und ein Bild von mir zeigte, habe ich unter anderem auch über meine Vorlieben, darüber, was ich nicht mag, meine Herkunft und kleine Vorbilder geschrieben. Eine Sache habe ich vergessen. Und das, worüber ich heute schreiben will, verlangt, dass ich euch das mitteile.
Ich bin Muslima. Ich glaube an den Koran und versuche, nach den fünf Säulen zu leben und all meine religiösen Pflichten zu erfüllen. In dieser schwierigen Zeit ist es nicht einfach für einen Muslim zu sagen, dass er einer ist, einfach, weil es so viele Vorurteile, Missverständnisse und Kontroversen zu dieser, meiner, Religion gibt und man von so mancher Person gleich abgestempelt werden könnte. Manche, die diesen Blog lesen, kennen mich persönlich und wissen das natürlich schon längst, aber ich würde ehrlich gesagt zu gerne die Gesichter von euch anderen Leser sehen. Welche Meinung habt ihr? Was denkt ihr über den Islam? Was wisst ihr über den Islam? Kennt ihr einen Muslim? Dieser gesamte Post lädt dazu ein, dass ihr mir eure persönliche Meinung und eure Erfahrungen in den Kommentaren erläutert, und ich wünsche es mir auch. Das ist es nämlich - ein friedliches Zusammenleben ist nur durch Austausch möglich, indem jeder so viel wie möglich über den anderen lernt und anderen mit Respekt begegnet.
Das eigentliche Thema - oder, besser gesagt, die eigentlichen Themen - dieses Posts sollen die jüngsten Ereignisse sein. Es wissen natürlich alle, wovon ich spreche - PEGIDA und der Terroranschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo. All das lädt zu hitzigen Diskussionen über den Islam und verschiedene andere Themen wie Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Asylanten, und so weiter ein. Ich muss ehrlich sagen, dass ich zunächst sehr überfordert mit allem war und garnicht wusste, wo mir der Kopf steht. Vorallem über PEGIDA konnte ich mir bis jetzt keine eindeutige Meinung bilden, was vielleicht auch daran liegen mag, dass sich der Verein weigert, mit Medien zu sprechen. Ich habe trotzdem versucht, so viel wie möglich zu erfahren und bin nicht sehr viel weiter gekommen. Diese Menschen müssen doch irgendeinen Grund für ihre Ansichten haben. Ich denke, dass es auch viele Menschen unter den PEGIDA-Anhängern gibt, die rassistische Einstellungen haben (okay, ich bin mir sogar sehr sicher), aber davon wollen sie sich ja offiziell distanzieren und es wird ja immer wieder beteuert, dass man auch andere Ziele hat, die nichts mit den Muslimen oder den Asylanten zu tun haben. Andererseits ist der Name Patriotische Europäer Gegen Islamisierung Des Abendlandes dann aber etwas schlecht gewählt. Verschiedene Schilder die gezeigt und Parolen die gerufen wurden (wie durchgestrichene Moscheen auf den Plakaten) sprechen auch nicht wirklich dafür, dass da alles richtig läuft. PEGIDA ist für mich etwas, dass ich noch nicht ganz einschätzen kann, und das macht mich ziemlich unruhig. Dass Rassisten und Nazis diese Bewegung für ihre Ziele und für Stimmungsmache missbrauchen könnten hat mich aber dazu gebracht, diese Petition zu unterschreiben. Mal sehen, was da noch kommt...
Der Terroranschlag auf Charlie Hebdo hat die ganze Situation nicht wirklich beruhigt. Aber dazu habe ich eine ganz klare Meinung. Es macht mich wütender, dass irgendwelche - #sorrynotsorry -Idioten im Namen unserer friedlichen Religion Terror und Gewalt verbreiten, als irgendwelche lächerlichen Zeichnungen. Darüber sollte man als Muslim lächeln und sich nicht provozieren lassen, denn ja, die Darstellung des Propheten ist nicht erlaubt, aber das rechtfertigt in keinster Weise Mord. Ich verstehe es einfach nicht. Ich bin wirklich sauer und unendlich traurig. Alle terroristischen Akte im Namen des Islams machen mich wütend und traurig. Und ich hoffe ihr wisst und behaltet immer im Kopf, dass das nicht die wirklichen Muslime sind. Dass das eine Minderheit ist. Nicht in meinem Namen. Not in my name. Pas en mon nom.
Ich bitte euch, euch zu informieren, euch eine Meinung zu bilden. Versucht, euch über den Islam zu informieren, vielleicht kennt ihr ja Muslime, mit denen ihr reden und denen ihr eure Fragen stellen könnt. Gerne bin auch ich diese Person. Unsere Generaion ist die Zukunft - und ich hoffe, dass die friedlicher wird.