Mittwoch, 25. Mai 2016

Vergib dir selbst

Ich weiß nicht, wie ich diesen Post anfangen soll, deshalb mache ich es ganz platt. Es soll um Selbstakzeptanz gehen. Ganz oberflächlich. Vielleicht auch ein bisschen tiefgründiger. Als Mädchen in den Teenagerjahren habe ich genug Erfahrung damit, in dieser Achterbahn von Akzeptanz und Hass und Liebe und Verzweiflung und Ernüchterung zu sitzen. Man sieht sich selbst, und mit dem, was man sieht, ist man nicht zufrieden. Zu breite Hüften, zu hohe Stimme, zu flacher Po, zu große Ohren, zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn, zu unperfekt, zu nicht ideal. Leider Alltag. Ein recht sinnloser Zyklus, der unseren Alltag bestimmt. Wieso? Wer ist schuld? Die Medien! Die Medien! wird uns gesagt. Was auch nicht ganz falsch ist. Man hört es oft und deswegen will ich auch nicht näher darauf eingehen, aber selbst die stärkste Persönlichkeit bleibt nicht unbeeinflusst von den Bildern und Assoziationen, die uns fast ständig umgeben. Man kann sich schlecht schützen. Man kann nur immer wieder an seine Vernunft appellieren. Ist aber ziemlich schwer, wenn vernünftig normal sein soll und uns das Normale vorgegeben wird. Bist du nicht normal? Bin ich nicht normal? Was ist schon normal? Was ist schon das Ideal? Man zweifelt und bemängelt und hasst. Nicht schön. Und wenn wir andere dabei beobachten? Oh nein, tu das nicht! Wer ist schon perfekt! Tu dir doch nicht diese ständige Selbstbeurteilung an! Sei so, wie du bist! Bleib so, wie du bist! Sei doch einfach, wer du sein willst! Mach das beste draus! Und wenn man so sein will, wie man ist, und es akzeptiert? Dann sagt die Gesellschaft oh, aber nicht so. Ich kenne so viele Menschen, die unzufrieden mit sich selbst sind. Unzufrieden damit, was sie machen. Unzufrieden damit, wie sie aussehen, Unzufrieden damit, was sie haben. Unzufrieden damit, wie sie sind, was sie sind. Und es ist wahr, es sind nicht wir, die schlecht sind, es ist die Gesellschaft. Aber surprise: Wir sind die Gesellschaft! Ich weiß, das es schwer ist, aber versucht, eure Gedanken mal zu filtern. Schaut, wie viel Dreck im Sieb bleibt. Entsorgt ihn. Macht mehr Platz für Positives. Hört auf zu vergleichen. Beschäftigt euch mehr mit euch selbst, und zwar liebevoll, nicht voller Hass. Kümmert euch um euren Körper, kümmert euch um euren Geist. Und ja, kümmert euch auch um andere. Andere Menschen in unserer Nähe zu haben, die uns unterstützen, die uns stärken, ist so wichtig. Leider ist unsere Gesellschaft auf Wettbewerb ausgelegt. Wer sieht am besten aus? Wer verdient mehr? Wer ist am erfolgreichsten? Liebe Leute, die ihr das lest: Ich lade euch ein, euch nicht auf diesen Wettbewerb einzulassen. Es ist doch eigentlich ein Wettbewerb, dem niemand von uns zugestimmt hat. Wenn ihr eine Person schön findet, vergleicht euch nicht mit ihr, sondern sagt dieser Person einfach, dass sie schön ist. Verteilt ehrlich gemeinte Komplimente. Nicht nur auf das Äußere bezogen. Es gibt so viele Menschen, die so einen schönen Charakter haben. Jeder Mensch hat mehrere Seiten. Jeder Mensch zweifelt. Und umso mehr freut sich jeder Mensch, bestärkt zu werden. Und wenn wir aufhören, uns zu bekämpfen, und neidisch zu sein, und uns schlecht zu fühlen und zu wollen, dass sich andere auch schlecht fühlen, können vielleicht wunderbare, positive neue Emotionen entstehen. Wenn uns allen endlich klar wird, dass wir im Grunde alle ziemlich gleich gestrickt sind, dass wir alle ein bisschen Liebe brauchen und unperfekt sind, dass jeder seine Abgründe und glänzenden Seiten hat, dann verstehen wir es vielleicht endlich mehr, uns auch selbst zu akzeptieren und zu lieben.

BE HONEST ABOUT WHO YOU ARE, FLAWS AND ALL. YOU NEVER KNOW WHO YOU ARE INSPIRING BY SIMPLY BEING YOU. FORGIVE YOURSELF FOR BELIEVING THAT YOU ARE ANYTHING LESS THAN BEAUTIFUL. YOU ARE SO USED TO YOUR OWN FEATURES, YOU DON'T KNOW HOW BEAUTIFUL YOU LOOK TO A STRANGER. LIGHTEN UP ON YOURSELF. NO ONE IS PERFECT. GENTLY ACCEPT YOUR HUMANNESS. LET GO OF WHO YOU THINK YOU ARE SUPPOSED TO BE AND EMBRACE WHO YOU ARE. YOU CANNOT ALWAYS LOVE YOURSELF. BUT LEARN TO FORGIVE YOURSELF.

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